Der ehemalige Drittligisten KFC Uerdingen befindet sich erneut offiziell in einem Insolvenzverfahren – und wird mit einem saftigen Punktabzug bestraft. Es ist bereits das fünfte Insolvenzverfahren seit 2002.
Das Amtsgericht Krefeld hat am 1. April 2025 das Insolvenzverfahren über das Vermögen des KFC Uerdingen eröffnet. Grund sind Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Der Verein hatte bereits Anfang des Jahres einen entsprechenden Antrag gestellt, auch Gläubiger haben Anträge eingereicht. Zum Insolvenzverwalter ist Thomas Ellrich bestellt worden. Als Folge des Verfahrens verliert der Regionalligist neun Punkte. Sportlich bedeutet dies derzeit den letzten Tabellenplatz. Der Verein hofft dennoch auf den Klassenerhalt – auch durch mögliche Entwicklungen beim Konkurrenten Düren.
Uerdingen klammert sich trotz Punktabzug an den Klassenerhalt
In einer Vereinsmitteilung unterstreicht der KFC Uerdingen, dass man dem Finanzamt ein Vergleichsangebot unterbreitet habe und mit weiteren Gläubigern im Gespräch sei. Kritik gibt es an Insolvenzverwalter Ellrich, da eine Gläubigerliste bislang nicht vorgelegt wurde. Vereinsvertreter kündigten an, alle laufenden Vorgänge juristisch überprüfen zu lassen.
KFC-Berater Mehmet Eser, der nach eigenen Angaben mehr als 600.000 Euro in den Verein investiert hat, sicherte dem Verein seine weitere Unterstützung zu – auch im Falle eines Abstiegs in die Oberliga. Die Lizenzunterlagen für die kommende Regionalliga-Saison seien fristgerecht eingereicht und die Kaution in Höhe von 35.000 Euro hinterlegt worden.