Beim Drittligaspiel SC Verl gegen Rot-Weiss Essen kam es zu sexistischen Beleidigungen gegen Schiedsrichterin Fabienne Michel. Der DFB hat nun ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Beim Drittligaspiel zwischen dem SC Verl und Rot-Weiss Essen (3:0) am vergangenen Freitag kam es zu massiven verbalen Entgleisungen gegen Schiedsrichterin Fabienne Michel. In der zweiten Halbzeit skandierten Essener Fans zunächst „Schieber, Schieber“, später folgten sexistische Rufe wie „Hure, Hure“ sowie weitere massiv beleidigende Gesänge. Laut Sportschau belegen Aufnahmen des WDR, dass die Zuschauer in der 75. Minute besonders ausfällig wurden.
Obwohl der Schiedsrichterbeauftragte des SC Verl nach dem Spiel auf die Gesänge hinwies, wurden diese in der offiziellen Nachbesprechung nicht weiter thematisiert. Erst durch journalistische Recherchen wurde der Fall dem DFB bekannt, der nun Ermittlungen aufgenommen hat. Auch der SC Verl prüft die Vorfälle noch einmal. Eine Geldstrafe für Rot-Weiss Essen ist möglich. Fabienne Michel ist seit 2010 DFB-Schiedsrichterin, seit 2023 in der 3. Liga aktiv und wurde 2024 zur DFB-Schiedsrichterin des Jahres gewählt.