Bereits gestern haben sich mit Halle, Mannheim, Magdeburg, Münster, Großaspach, Zwickau, Chemnitz und Jena gleich acht Klubs für einen Abbruch der Saison ausgesprochen. Mit Viktoria Köln, dem MSV Duisburg, Kaiserslautern, dem SV Meppen und KFC Uerdingen halt sich fünf Klubs derzeit noch bedeckt.
Bisher haben sich die Klubs noch nicht dazu geäußert, wie sie die aktuelle Lage bewerten sollen. Die „Bild“-Zeitung will in Erfahrung gebracht haben, dass sich Viktoria Köln und der MSV Duisburg „wenn es drauf ankommt“ der Forderung der oben genannten acht Klubs nachkommen. Eine offizielle Stellungnahme in diese Richtung gibt es jedoch nicht und ist falsch.
Die Viktoria lies zuletzt wissen: „Derzeit ist schwer vorhersehbar, was in den nächsten Wochen möglich sein wird und was nicht. Wir alle sehnen uns danach, wieder Fußballspiele zu sehen. Doch es gilt, sich nach den behördlichen Vorgaben zu richten, damit zu gegebener Zeit die bestmögliche Entscheidung getroffen werden kann„, so der Geschäftsführer Axel Freisewinkel.
Sieben Vereine sprechen sich für eine Fortsetzung aus
Ivica Grlic sagte bereits Mitte März, „dass die Saison höchstwahrscheinlich nicht zu Ende gespielt wird.“ Die Verantwortlichen halten sich mit der öffentlichen Forderung eines Abbruchs aufgrund dessen wohl noch etwas zurück, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass man durch den Abbruch wohl den Gang in die 2. Bundesliga antreten würde.
In Bayern haben 1860 München, Ingolstadt, Würzburg, Bayern II und die SpVgg Unterhaching einstimmig abgestimmt, dass eine Fortsetzung der Saison „alternativlos“ sei. Mit Eintracht Braunschweig und Hansa Rostock sprechen sich zwei weitere Klubs für eine Fortsetzung der Saison aus.
Meppen, Uerdingen und Kaiserslautern halt sich noch zurück
Der KFC Uerdingen, SV Meppen und der 1.FC Kaiserslautern haben sich bislang öffentlich noch zurückgehalten und zu der Debatte nicht geäußert. „Wir werden uns zum jetzigen Zeitpunkt an einer öffentlichen Debatte über die Fortführung der Saison nicht beteiligen„, so der Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt in einer Erklärung. Fakt ist: Die Meinungen der Klubs gehen deutlich auseinander, eine einheitliche Linie wird es hier wohl nicht mehr geben.