Die 3. Liga ist nach wie vor gespalten, die Meinungen gehen deutlich auseinander. Während die einen Mannschaften einen Abbruch der Saison fordern, plädieren andere wiederum auf eine Fortsetzung. Gorenzel hat durchaus Verständnis dafür, dass die Ultras keinen Bock auf Geisterspiele haben.
Der Ball in der Bundesliga kann ab dem 9. Mai wieder rollen. Die Politik hat den DFL-Klubs bereits ein Einverständnis dafür gegeben. Das die dritte Liga abgeblasen wird, erscheint aufgrund dieser Tatsache nun unwahrscheinlich. Acht Vereine befürworten jedoch einen Saison-Abbruch.
Der Geschäftsführer der Münchener Löwen Günther Gorenzel hat dafür nur bedingt Verständnis und sagt: “Ich verstehe sie aus der Perspektive auf die nächsten drei bis sechs Wochen”, so der Österreicher gegenüber “BILD”: “Aber wenn du eine Führungsposition in einem Klub, einem Wirtschaftsunternehmen der Dritten Liga hast, dann solltest du auch berücksichtigen, was du mit deinen Entscheidungen in den nächsten drei bis sechs Monaten bewirkst. Du kannst jetzt nicht von Haus aus sagen: Wir stellen das Fußballspielen ein. Es weiß keiner, was an Regress-Forderungen auf Vereine und Entscheidungsträger zukommen würde.”
Gorenzel hat Verständnis für die Ultras
Am Freitag, bei der Tagung des Drittliga-Ausschusses, rechnet Gorenzel wohl mit Klarheit unter welchen Rahmenbedingungen die Spiele absolviert werden können, geschweige denn, ob die Meisterschaft überhaupt noch einmal fortgesetzt wird.
Verständnis zeigt er außerdem für die Ultras, die auf Geisterspiele keine Lust haben: “Wir sind permanent im Dialog mit unseren Fans. Es ist doch vollkommen klar, dass Fans keine Fans von Geisterspielen sein können. Aber wenn es die einzige Möglichkeit ist, um auf lange Sicht Profifußall in der Dritten Liga zu gewährleisten, dann muss man das ins Auge fassen.”
Der gebürtige Österreicher geht sogar noch einen Schritt weiter und ergänzt: “Nach den Geisterspielen muss es mittelfristig Gedanken über den zweiten Schritt geben. Wenn ich klare Auflagen habe, wie viele Leute in einen Baumarkt dürfen – warum sollte es nicht möglich sein, 30 Prozent der Fans von normalerweise 15.000 in unser Stadion zu lassen? Unter strikten Einlass-Regeln natürlich.”
