Die Emotionen kochten hoch im Saarbrücker Ludwigsparkstadion, als der 1. FC Saarbrücken nach dem triumphalen Sieg gegen Borussia Mönchengladbach den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale feierte. Nun winkt sogar die UEFA Europa League.
In einem Meer aus Ekstase verschwand Kai Brünker, der Held des Abends, der mit seinem entscheidenden Treffer in den letzten Spielminuten den Drittligisten dem Traum vom Finale in Berlin ein großes Stück näher gebracht hatte. Der stolze Offensivmann unterstrich die Bedeutung des Sieges, mit dem er Topteams wie Bayern und Frankfurt aus dem Wettbewerb warf. „Wir stehen mit einem Bein in Berlin„, proklamierte er, während der Gedanke an eine mögliche Teilnahme am europäischen Wettbewerb bei Fans und Spielern für aufgeregte Spekulationen sorgte.
Anpassungen der Europa-League-Qualifikation
Es gibt jedoch eine Besonderheit. Hatte sich ein Finalist durch seine Platzierung in der Bundesliga bereits einen Platz im Europacup gesichert, war der andere Finalteilnehmer automatisch für die Europa-League startberechtigt. Dies ist jedoch seit einigen Jahren nicht mehr der Fall, so wurde diese Regelung zur Saison 2015/16 geändert. Heute wird der für den DFB-Pokal vorgesehene Platz in der Europa League gegebenenfalls an die Bundesliga zurückgegeben. Dies hat zur Folge, dass der Sechstplatzierte der Liga direkt in die Gruppenphase einzieht, während sich der Siebtplatzierte über die Playoffs für die Conference League qualifizieren muss.
