Vor 24.126 Zuschauern im Ostseestadion musste Hansa Rostock einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Gegen die U23 der TSG Hoffenheim unterlag die Kogge mit 0:1 und steckt damit weiter im Negativtrend.
Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend: Schon in der 5. Minute tauchte Maximilian Krauß frei vor dem Tor der Gäste auf und wurde von Valentin Lässig klar im Strafraum gestoßen, Schiedsrichter Simon Schreiner entschied jedoch, weiterspielen zu lassen. Hansa-Trainer Daniel Brinkmann haderte. „Die Szene ist sehr strittig. Das ist mit Sicherheit ein ‚Kann-Elfer‘.“
Wenige Minuten später folgte der Schock: Hoffenheims Amaimouni Echghouyab Ayoube setzte sich technisch stark gegen die Rostocker Abwehr durch und vollendete sehenswert ins obere Eck – 0:1 nach nur 13 Minuten.
Verletzungssorgen belasten Hansa
Schon vor Anpfiff hatte Brinkmann mit großen Personalproblemen zu kämpfen. Gleich neun Spieler fielen verletzungs- oder krankheitsbedingt aus, darunter Offensivkräfte wie Adrien Lebeau, Ryan Naderi, Andreas Voglsammer sowie kurzfristig David Hummel, Fiete Bock und Chris Kinsombi.
Auch während der Partie kam es bitter: Nachwuchsspieler Kelven Frees, der in der 61. Minute den vermeintlich elfmeterreifen Kontakt gegen Benno Dietze setzte, verletzte sich schwer und musste ausgewechselt werden.
Hansa ohne Durchschlagskraft
Nach dem Rückstand bemühte sich die Kogge um Antworten, fand aber kaum spielerische Lösungen gegen die diszipliniert verteidigenden Hoffenheimer. Ein Kopfball von Innenverteidiger Ahmet Gürleyen (36.) war die beste Möglichkeit vor der Pause. Auch im zweiten Durchgang blieben die Rostocker zwar engagiert, doch der Zug zum Tor fehlte. Keeper Benjamin Uphoff verhinderte in der 72. Minute mit einer Glanzparade das 0:2. Selbst die Einwechslung von Nachwuchsstürmer Tim Krohn brachte keine Wende mehr.
Trainer Brinkmann analysierte nach Abpfiff ernüchtert: „Alles in allem gingen die klareren Torchancen an Hoffenheim. Wir sind in der Offensive nicht brutal genug und müssen die Abschlüsse besser setzen.“
Blick in die Zukunft: Länderspielpause als Chance
Mit der Niederlage verabschiedet sich Hansa Rostock in die Länderspielpause und steht vor großen Aufgaben. Die Liste der Verletzten ist lang, die Offensive harmlos. In der Tabelle der dritten Liga droht die Kogge den Anschluss nach oben endgültig zu verlieren, wenn nicht bald die Wende gelingt.
Gerade mit Blick auf die kommenden Gegner, unter anderem warten direkte Konkurrenten im Abstiegskampf, ist eine schnelle Reaktion gefragt. Vieles wird davon abhängen, ob Schlüsselspieler wie Voglsammer und Lebeau bald zurückkehren können.