Torjäger Terrence Boyd hat auf dem offiziellen Kanal des SV Waldhof Mannheim bekanntgegeben, dass er im Sommer seine aktive Laufbahn beendet. Für den Stürmer des SV Waldhof Mannheim ist es der richtige Zeitpunkt, um ein Kapitel zu schließen, auf das er mit viel Stolz zurückblickt, sowohl körperlich als auch mental.
Offizielles Statement und Emotionen
Boyd erklärte, dass sein Körper und sein Kopf das Signal gegeben hätten, nun aufzuhören, ohne Bitterkeit, dafür mit Dankbarkeit für viele Jahre Profifußball. Besonders hob er hervor, wie herzlich er in Mannheim aufgenommen wurde, obwohl das „nicht selbstverständlich“ sei. Zudem betonte er, dass ihm Verein und Stadt ans Herz gewachsen seien. Ein Satz, der hängen bleibt, ist sein klares Bekenntnis zu Verein und Umfeld: „Ich bin halt hier zuhause. Ich freue mich, dass es einen sehr schönen Abschied geben wird.“
Rückblick: Licht und Schatten einer Profikarriere
Der Angreifer machte keinen Hehl daraus, dass ein Profiweg nicht nur aus Sonnenseiten besteht. Er sprach offen über Phasen, in denen man mental auf sich allein gestellt sei, heute der Buhmann, morgen wieder der Held, inklusive schlafloser Nächte. In diesem Kontext dankte Boyd ausdrücklich seiner Frau, die stets an seiner Seite war. Gleichzeitig bezeichnete er es als Privileg, das eigene Hobby zum Beruf gemacht zu haben. „Es ist kein normaler Job. Du bist für den Kummer, den Schmerz und die Freude von so vielen Menschen verantwortlich. Wir können für einen Fan die nächste Woche bestimmen. Das ist schon verrückt und geht mit sehr viel Verantwortung und Druck einher„, ein Statement, das weit über den SV Waldhof und die 3. Liga hinausstrahlt.
Waldhof Mannheim verliert Erfahrung und Stabilität in Liga3
Für den SV Waldhof Mannheim ist die Entscheidung von Boyd ein Einschnitt, zumindest auf dem Rasen. In der laufenden Saison war er nicht nur sportlich, sondern auch als Identifikationsfigur wichtig. Seine Präsenz im Strafraum, sein Einsatz und seine Erfahrung gaben dem Traditionsverein in der 3. Liga Stabilität. Der Mittelstürmer selbst weiß, dass er nach seiner aktiven Laufbahn als Spieler auf dem Platz wohl „in ein großes Loch fallen wird”, dennoch sei es die richtige Entscheidung gewesen.
Dass sein Abschied respekt- und würdevoll gestaltet werden soll, passt zu dem Weg, den der Verein und der Spieler gemeinsam gegangen sind.
Terrence Boyd bleibt dem SV Waldhof Mannheim erhalten
Terrence Boyd bleibt dem SV Waldhof Mannheim dennoch erhalten. Ab Sommer wird er als Co-Trainer im Leistungsbereich tätig sein. Er wird sich um die Verzahnung der Top-Talente nach oben kümmern, die Talente begleiten und voraussichtlich einmal pro Woche ein Stürmertraining für die Profis leiten. Somit kann er seine ersten Schritte als Trainer gehen. „Ich freue mich darauf, die Talente zu formen, zu fördern und auf ihrem Weg nach oben zu begleiten.”
Durch seine Tätigkeit als Co-Trainer der U17 in den letzten zwei Jahren hat Boyd bereits sehr viel gelernt, unter anderem von Maurice Hirsch (ehemaliger Spieler des SV Waldhof Mannheim). „Ich werde mir auf jeden Fall den Arsch aufreißen, damit der eine oder andere Junge zu den Profis hochkommt”, so Boyd abschließend.
Kurzprofil Terrence Boyd
Position: Mittelstürmer
Markenzeichen: Durchsetzungsstärke, Strafraumpräsenz, mentaler Kämpfer
Karriere-Highlights (Auswahl): Torgefahr in 2. und 3. Liga, prägende Stationen in Deutschland und im Ausland; Anerkennung für Leidenschaft und Teamgeist
