Drama pur am 17. Spieltag der dritten Liga: Alemannia Aachen erkämpft sich bei Hansa Rostock trotz früher Unterzahl ein wildes 2:2. Während die Gäste jubeln, dreht sich die Debatte vor allem um den Auftritt des Schiedsrichters, gleich mehrere Entscheidungen sorgten für hitzige Diskussionen.
Frühe Rote prägt die Partie
Die Anfangsphase war ausgeglichen, bis der Unparteiische Daniel Barnitzki bereits in Minute 10 im Mittelpunkt stand: Nach einem Handspiel von Danilo Wiebe wertete der Referee die Szene als Verhinderung einer klaren Torchance – Rot für Aachen. Trotz der Unterzahl blieb die Alemannia mutig und setzte Nadelstiche.
Aachens Führung nach Hanse-Patzer
Hansa übernahm zwar Ballbesitz und Spielkontrolle, doch ein kapitaler Fehlpass von Florian Carstens öffnete Aachen die Tür: Mehdi Loune roch den Rückpass, spritzte dazwischen und vollendete eiskalt zum 0:1 (34.). Auf der Gegenseite hielt Keeper Jan Olschowsky mehrfach stark.
Elfmeter-Wirbel kurz vor der Pause
In der Nachspielzeit des ersten Durchgangs kochten die Emotionen hoch: Eine Kopfsituation um Joel da Silva Kiala wertete der Referee als Handspiel im Strafraum, sehr strittig aus Aachener Sicht. Kenan Fatkic verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:1 (45.).
Hansa drückt, Alemannia leidenschaftlich
Nach dem Seitenwechsel schnürte Rostock den Gast weitgehend ein. Chancen von Ryan Naderi (56.) und Emil Holten (mehrfach) blieben ungenutzt, da Silva Kiala rettete einmal spektakulär auf der Linie. Aachen blieb über Konter gefährlich: Lukas Scepanik verpasste aus der Luft die erneute Führung (73.).
Nachspielzeit im Ausnahmezustand
In Minute 90.+5 köpfte Ahmet Gürleyen Hansa scheinbar zum Sieg. Doch die Alemannia warf alles nach vorne und Faton Ademi belohnte den Aufwand mit dem 2:2-Ausgleich in der 90.+10. Danach kam es an der Eckfahne zu hitzigen Feierlichkeiten und kurzzeitigem Rudelbildung, die sich aber rasch auflöste.
