Hansa Rostock bleibt auch im zehnten Ligaspiel nacheinander ungeschlagen, verpasst beim 1:1 (1:1) gegen den 1. FC Saarbrücken jedoch den großen Sprung vor der Winterpause. Gegen kriselnde Saarländer reichte ein starker Beginn nicht zum Sieg, dennoch reist der FCH mit viel Zuversicht in die kurze Auszeit der 3. Liga.
Früher FCH-Blitzstart – Dirkner staubt ab
Hansa legte furios los: Andreas Voglsammer, trotz Bänderriss im Fuß und gebrochener Hand in der Startelf, traf erst den Pfosten und köpfte Sekunden später an die Latte. Den Abpraller drückte Jonas Dirkner zum 1:0 über die Linie (5.). Der Wille, zum Jahresabschluss noch einmal alles rauszuhauen, war sichtbar.
Saarbrückens Antwort per Elfmeter-Nachschuss
Die angeschlagenen Gäste zeigten Moral und übernahmen nach dem Rückstand zeitweise die Kontrolle. Eine Unachtsamkeit von Viktor Bergh leitete den Ausgleich ein: Nach einem Foul an Florian Pick gab es Strafstoß. Kasim Rabihic scheiterte zweimal an Benjamin Uphoff, doch Calogero Rizzuto köpfte den zweiten Abpraller zum 1:1 ein (12.).
Schiri-Verwirrung vor der Pause
Für Diskussionsstoff sorgte Referee Michael Bacher nach einem Zweikampf zwischen Florian Carstens und FCS-Keeper Phillip Menzel. Zunächst zeigte er auf den Punkt, nahm den Elfmeter aber nach Rücksprache zurück, zur Erleichterung vieler im Ostseestadion. Hansas Vorstandschef Ronald Maul lobte die Korrektur und sagte gegenüber dem „NDR“: „Wenn es kein klarer Elfmeter ist und er letztlich so entscheidet, wie er es getan hat, dann ist das gut für den Fußball“.
Zweite Hälfte: Aluminium statt Lucky Punch
Nach dem Wechsel blieb Saarbrücken ein unangenehmer Gegner. Hansa fand dennoch Chancen: Carstens traf nach einer Ecke den Außenpfosten, Voglsammer scheiterte aus spitzem Winkel erneut am Aluminium (57.). Auf der anderen Seite parierte Uphoff stark gegen Rabihic (59.). Die wohl beste Gelegenheit zum Rostocker Sieg vergab Christian Kinsombi, der aus kurzer Distanz an Menzel hängen blieb (78.).
Stimmen & Ausblick auf den Aufstiegskampf
Trainer Daniel Brinkmann zog ein positives Zwischenfazit: „Wir sind seit zehn Spielen ungeschlagen und in die Richtung gekommen, in die wir wollen. Jetzt ist es wichtig für alle, sich zwei Wochen zu erholen. Dann werden wir voller Tatendrang wieder angreifen“. Mit der Serie überwintert der FCH in Schlagdistanz zur Top Drei der 3. Liga, die Ausgangslage für den Aufstiegskampf 2026 bleibt vielversprechend.
