Der Ausfall von Kai Brünker verschärft die Lage beim 1. FC Saarbrücken. Im Tabellenkeller der 3. Liga wächst der Druck, schnelle Antworten zu finden. Hinter den Kulissen rückt deshalb ein vereinsloser Angreifer in den Fokus, der Erfahrung aus höheren Ligen mitbringt.
Abstiegskampf ohne Sicherheitsnetz
Beim 1. FC Saarbrücken ist die Situation angespannt. Der Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang ist schmal, die Konkurrenz sitzt im Nacken, allen voran Erzgebirge Aue. Jeder Punkt zählt, doch die jüngsten Auftritte ließen wenig Spielraum für Fehler. Nach dem Rückschlag zuletzt, unter anderem bei Viktoria Köln, wartet nun mit VfL Osnabrück ein Gegner, gegen den Saarbrücken in dieser Spielklasse bislang nicht jubeln durfte.
Brünkers Verletzung trifft ins Mark
Gerade im Angriff war die Saison bislang mühsam. Kai Brünker führte die interne Torschützenliste an, doch zuletzt stockte sein Lauf. Nun fällt der Stürmer nach einer Blessur im Sprunggelenk für mehrere Wochen aus. Intern heißt es, der robuste Angreifer werde dem Team „schmerzlich fehlen“. Die verbliebenen Optionen im Sturm konnten ihre Erwartungen bislang nur punktuell erfüllen. Entsprechend wird im Umfeld des Vereins diskutiert, ob trotz eines gut gefüllten Kaders noch einmal nachgebessert werden muss.
Transferfenster bringt Bewegung
Die Zeit drängt. Solange der Markt offen ist, prüft die sportliche Leitung Optionen, die sofort helfen könnten. Trainer Jürgen Luginger steht vor der Frage, ob Erfahrung kurzfristig wichtiger ist als Perspektive. In dieser Abwägung fällt immer wieder ein Name, der in Saarbrücken kein Unbekannter ist.
Felix Platte rückt in den Fokus
Felix Platte ist seit dem Sommer ohne Verein, bringt aber reichlich Routine aus der Bundesliga und der 2. Liga mit und soll wohl laut einem aktuellen Bericht der „Bild“ ein Kandidat sein. Unter Luginger arbeitete er bereits in früheren Jahren, auch teamintern gibt es Fürsprecher. Platte kennt den Druck, war Teil erfolgreicher Nachwuchsmannschaften und sammelte Spielpraxis auf hohem Niveau. Parallel soll jedoch auch Preußen Münster ein Auge auf den Angreifer geworfen haben.
Risiko oder schnelle Lösung?
Die entscheidende Frage bleibt: Kann ein Spieler ohne aktuelle Spielpraxis sofort zünden? Saarbrücken hat kaum Zeit für Anlaufphasen. Der Klub braucht Tore und Präsenz im Strafraum, idealerweise sofort. „Wir dürfen keine Zeit verlieren“, heißt es aus dem Umfeld. Ob der FCS den Schritt wagt, dürfte sich kurzfristig entscheiden.
Der Abstiegskampf verlangt klare Entscheidungen. Mit oder ohne Neuzugang, Saarbrücken muss liefern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Erfahrung den Ausschlag geben kann oder ob der Klub andere Wege findet, den Druck von der Mannschaft zu nehmen.
