Der Höhenflug ist vorerst gestoppt. Nach zuletzt zwei Erfolgen nacheinander musste der MSV Duisburg erstmals in diesem Jahr wieder einen Rückschlag hinnehmen. Beim SSV Ulm reichte eine engagierte Leistung nicht, am Ende stand eine knappe 0:1-Niederlage, die vor allem in der ersten Halbzeit ihren Ursprung hatte.
Ulm früh präsent, Duisburg lange unsortiert
Mit dem Anspruch angereist, die Tabellenführung in der 3. Liga zu behaupten, traf der MSV Duisburg auf einen Gegner, der sich deutlich selbstbewusster präsentierte, als es die Tabellenlage vermuten ließ. Der SSV Ulm suchte von Beginn an den Weg nach vorne und stellte die neu formierte MSV-Defensive früh vor Probleme.
Zwar setzten die Duisburger zunächst einen kleinen offensiven Akzent, doch die Hausherren übernahmen schnell die Kontrolle. Ulm spielte zielstrebig, variabel über die Außen und nutzte jede Unordnung im Duisburger Defensivverbund. Besonders die linke Seite der Gastgeber entwickelte sich zum ständigen Unruheherd.
Der verdiente Führungstreffer
Mit zunehmender Spieldauer verschob sich das Geschehen immer mehr in Richtung MSV-Strafraum. Flanken prägten das Ulmer Offensivspiel, die Duisburger verteidigten zwar mit Einsatz, fanden aber kaum Entlastung. Nach einer guten halben Stunde fiel schließlich das Tor des Tages: Eine Hereingabe segelte in den Strafraum, dort setzte sich Bekir El-Zein im Luftduell durch und köpfte zur Führung ein.
Der Treffer spiegelte die Spielanteile wider. Duisburg blieb bemüht, wirkte aber gehemmt, während Ulm nach dem 1:0 etwas tiefer stand und auf Umschaltmomente lauerte. Kurz vor der Pause hätte der Rückstand sogar größer ausfallen können.
Hirsch reagiert, doch Ulm bleibt gefährlich
Nach dem Seitenwechsel versuchte MSV-Trainer Dietmar Hirsch mit frischem Personal neue Impulse zu setzen. Das Spiel blieb jedoch zunächst unverändert. Ulm war präsent, gewann viele zweite Bälle und kam erneut zu guten Abschlüssen.
Erst nach rund einer Stunde tauchten die Zebras gefährlicher vor dem gegnerischen Tor auf. Kombinationen über die rechte Seite sorgten erstmals für echte Torgefahr, doch der Ausgleich wollte nicht fallen. Mit weiteren Wechseln stellte Duisburg offensiver, nahm mehr Risiko und verlagerte das Spiel zunehmend in die Ulmer Hälfte.
Druckphase ohne Ertrag
In der Schlussphase schnürte der MSV den Gegner phasenweise ein. Flanken segelten in den Strafraum, Abschlüsse wurden gesucht, doch Präzision und Glück fehlten. Ulm verteidigte leidenschaftlich und blieb über Konter stets gefährlich. Ein zweiter Treffer lag ebenso in der Luft wie der mögliche Ausgleich. Am Ende blieb es jedoch beim knappen Vorsprung der Gastgeber. Duisburg rannte an, kam aber nicht mehr entscheidend durch. So endete eine Partie, in der die frühe Feldüberlegenheit der Ulmer den Ausschlag gab.
Der MSV muss die Niederlage schnell abhaken. Schon im nächsten Spiel bietet sich die Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden, auch wenn personelle Umstellungen in der Defensive erneut notwendig werden.
