Donnerstag, Februar 5, 2026
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Defensive Ordnung als Schlüssel zur Ulmer Trendwende?

Foto: Lars Zimmermann/Liga3-News

Zwei Spiele, kein Gegentor, sechs Punkte: Beim SSV Ulm 1846 Fußball ist nach einem schwierigen Jahresauftakt spürbar Bewegung reingekommen. Trainer Pavel Dotchev mahnt trotz der jüngsten Erfolge zur Bodenhaftung, erkennt aber klare Fortschritte in Spielanlage und Stabilität.

Defensive als Fundament der Wende

Nach dem knappen Fehlstart ins neue Jahr hat sich Ulm gefangen. Erst der deutliche Auswärtssieg bei Erzgebirge Aue, dann der umkämpfte Heimerfolg gegen den ambitionierten MSV Duisburg, jeweils ohne Gegentreffer. In der Tabelle der 3. Liga sind das Punkte mit Signalwirkung.

Auffällig: die neue Ordnung im Abwehrzentrum. Routinier Marcel Seegert und Winterzugang Luca Bazzoli agierten abgeklärt, halfen den Außenverteidigern und strahlten Ruhe aus. Dotchev sprach nach dem Duisburg-Spiel von einem „sehr sicheren Eindruck“ und lobte insbesondere die gegenseitige Absicherung. Eine Beobachtung, die sich auf dem Platz bestätigte.

Positive Stimmung, klarer Blick

Trotz des jüngsten Aufwinds bleibt der Trainer nüchtern. In Ulm sei die Grundstimmung ohnehin stabil, betonte Dotchev. Selbst in Phasen ohne Ertrag habe die Mannschaft den Glauben nicht verloren. „Man ist kreativer und lösungsorientierter, wenn man positiv bleibt“, sagte er. Gleichzeitig gehöre ein realistischer Blick zwingend dazu. „Man war sich bewusst, „was auf uns zukommt und wie entscheidend jede Phase sein wird“, so der 60-Jährige.

Diese Mischung aus Zuversicht und Klarheit scheint derzeit zu greifen. Ulm verteidigt kompakter, spielt zielstrebiger nach vorn und wirkt mental gefestigter als noch zu Jahresbeginn.

Besonderer Abend in Mannheim

Am Freitag wartet die nächste Bewährungsprobe bei Waldhof Mannheim. Für Seegert wird es eine Rückkehr an alte Wirkungsstätte. Der Abwehrchef prägte den Klub über Jahre, ehe er im Sommer den Neustart in Ulm wagte. Dotchev kündigte an, das Gespräch mit seinem Führungsspieler zu suchen. Seine Eindrücke könnten in die Vorbereitung einfließen.

Ob der Ulmer Plan auch auswärts aufgeht, wird sich zeigen. Klar ist: Die jüngsten Ergebnisse haben neue Hoffnung entfacht. Und sie haben gezeigt, dass der Weg zum Klassenerhalt nicht nur rechnerisch, sondern auch sportlich realistisch ist.

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