Start Vereine Alemannia Aachen Wenn Geschichte aufläuft: Alemannia präsentiert Sondertrikot zum Westduell

Wenn Geschichte aufläuft: Alemannia präsentiert Sondertrikot zum Westduell

Foto: Alemannia Aachen

Wenn Tradition auf Rivalität trifft, wird selbst das Trikot zur Botschaft. Für das Westduell gegen Rot-Weiss Essen greift Alemannia Aachen tief in die eigene Geschichte und setzt am Sonntag ein sichtbares Zeichen auf dem Platz. Schwarz und Gold dominieren einen Auftritt, der bewusst an große Zeiten erinnert und zugleich die enge Verbindung zwischen Verein und Fans betont.

Ein Trikot als Hommage an die Vereins-DNA

Für das traditionsreiche Aufeinandertreffen mit Rot-Weiss Essen präsentiert sich Alemannia Aachen in einem eigens entworfenen Sondertrikot. Das Design kombiniert klassisches Schwarz mit goldfarbenen Elementen und greift Motive auf, die sinnbildlich für prägende Kapitel der Klubgeschichte stehen. Ziel war es, Vergangenheit und Gegenwart in einem klaren, würdevollen Erscheinungsbild zu vereinen.

Der Entwurf entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Ausrüster Capelli Sport. Dessen Präsident Kay Mourheg beschreibt das Projekt als Herzensangelegenheit. „Von Beginn an wollten wir ein Trikot schaffen, das Identität, Tradition und Werte der Alemannia authentisch transportiert“, erklärte er. Entstanden sei ein Stück, das erfolgreiche Momente aufgreife und den Stolz von Verein, Stadt und Anhängern sichtbar mache.

Fans als Teil des Designprozesses

Bemerkenswert ist die Rolle der Anhängerschaft bei der Entwicklung des Sondertrikots. Mit Malik, einem engagierten Fan der Plattform „Alemannia Zone“, war erstmals ein Vertreter der Kurve intensiv in den kreativen Prozess eingebunden. Seine Perspektive floss in Details und Anmutung ein und unterstreicht den Anspruch, nicht nur für die Fans, sondern gemeinsam mit ihnen zu gestalten.

Rivalität mit Geschichte und klarer Bilanz

Sportlich steht das Spiel ebenfalls unter besonderen Vorzeichen. Die Duelle zwischen Aachen und Essen zählen zu den traditionsreichsten Paarungen im Westen. Über Jahrzehnte hinweg trafen beide Klubs bereits mehr als neunzig Mal aufeinander. Zuletzt hatte die Alemannia regelmäßig Grund zum Jubeln.

Im Hinspiel dieser Saison entschied Aachen das Aufeinandertreffen deutlich für sich, unter anderem dank einer außergewöhnlichen Leistung von Lars Gindorf, der gleich mehrfach vom Punkt erfolgreich war. Auch insgesamt spricht die jüngere Statistik für die Schwarz-Gelben.

Chance auf ein historisches Doppel

Ein weiterer Erfolg am Sonntag hätte Seltenheitswert. Nur wenige Male gelang es der Alemannia bislang, beide Saisonspiele gegen Essen für sich zu entscheiden. In der aktuellen Drittligasaison behielt Aachen gegen den Rivalen bisher stets die Oberhand. Ein erneuter Sieg würde diese Serie fortsetzen und dem besonderen Trikot einen sportlich passenden Rahmen verleihen.

Am Ende geht es also um mehr als drei Punkte. Es geht um Geschichte, Identität und darum, wie Tradition auf dem Rasen sichtbar gemacht werden kann.

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