Der nächste Rückschlag ist Realität. Der TSV 1860 München findet auch im neuen Jahr keinen festen Halt, wirkt fahrig und verliert in Aspach gegen den VfB Stuttgart II erneut an Boden. Ein später Treffer bringt nur Ergebniskosmetik, nicht aber die erhoffte Wende.
Früher Dämpfer statt Aufbruchsstimmung
Die Hoffnung auf Stabilität wich schnell der Ernüchterung. Gegen VfB Stuttgart II geriet TSV 1860 München früh ins Hintertreffen. Zwei konzentrierte Offensivaktionen der Gastgeber reichten, um die Löwen vor unlösbare Aufgaben zu stellen. Die Defensive wirkte ungeordnet, das Umschaltspiel blieb Stückwerk.
Doppelschlag bringt 1860 aus dem Konzept
Innerhalb weniger Minuten nutzte Stuttgart die Unruhe im Münchner Spiel gnadenlos aus. Noah Darvich eröffnete den Torreigen, kurz darauf legte Justin Diehl nach. In dieser Phase fehlte es den Gästen an Zugriff, Klarheit und Konsequenz, sowohl gegen den Ball als auch im eigenen Aufbau.
Deutliche Worte aus der Kabine
Dass die Leistung vor allem in der Anfangsphase nicht akzeptabel war, ließ Kapitän Thore Jacobsen nach Abpfiff keinen Zweifel. Bei MagentaSport fand er klare Worte und sprach von einem Auftritt ohne Reife und Geschlossenheit. Die Mannschaft habe nicht als Einheit agiert und sich zu sehr treiben lassen, so der 28-Jährige in ungewohnt scharfer Tonlage.
Haugen trifft, doch die Wende bleibt aus
Erst spät kam Bewegung ins Münchner Offensivspiel. Sigurd Haugen, erneut mit Gesichtsmaske unterwegs, nutzte eine der wenigen klaren Szenen und verkürzte kurz vor Schluss. Es war bereits sein achter Saisontreffer, ein Beleg für seine Effizienz. Am Spielverlauf änderte der Treffer jedoch nichts mehr.
Kauczinski unter Zugzwang
Für Trainer Markus Kauczinski verschärft sich die Lage. Fünf Partien ohne Sieg, fehlende Konstanz und eine Mannschaft, die über weite Strecken nicht an ihre Möglichkeiten herankommt, werfen Fragen auf. In den kommenden Wochen wird es darum gehen, Ordnung und Überzeugung zurückzugewinnen, sonst droht der Blick nach oben endgültig verloren zu gehen.
Der Auftritt in Aspach war mehr als ein Ausrutscher. Er zeigte, wie schmal der Grat zwischen Anspruch und Wirklichkeit derzeit ist. Für die Löwen bleibt wenig Zeit, Antworten zu finden.
