Start News 1860 meldet sich eindrucksvoll zurück: Kauczinski dämpft Euphorie nach 5:0

1860 meldet sich eindrucksvoll zurück: Kauczinski dämpft Euphorie nach 5:0

Mit einem klaren Statement meldet sich der TSV 1860 München im neuen Jahr zurück. Nach schwierigen Wochen setzen die Löwen ausgerechnet bei Aufsteiger TSV Havelse ein deutliches Ausrufezeichen und zeigen, dass sie im Aufstiegsrennen noch nicht abgeschrieben sind. Der Befreiungsschlag kommt zur rechten Zeit.

Deutlicher Erfolg nach holprigem Start

Vier Partien ohne Sieg hatten zum Jahresbeginn für Unruhe gesorgt, nun platzte der Knoten. Beim abstiegsgefährdeten TSV Havelse präsentierte sich der TSV 1860 München zielstrebig, robust und effizient. Am Ende stand ein klarer 5:0-Erfolg auf der Anzeigetafel, ein Resultat, das vor allem durch Konsequenz im zweiten Durchgang zustande kam.

Trainer Markus Kauczinski wollte den Triumph jedoch nicht überbewerten. „Das Jahr 2026 fängt für uns jetzt erst an“, erklärte er nach Abpfiff im Interview bei MagentaTV. Zugleich mahnte er zur Einordnung: „Vielleicht war das Ergebnis am Ende einen Tick zu hoch, weil Havelse bis zum Schluss gekämpft hat.“ Seine Worte zeigen, dass der Blick trotz klarer Zahlen sachlich bleibt.

Geduld zahlt sich aus

Die Partie begann zäh, wie es auf schwierigem Untergrund zu erwarten war. 1860 musste arbeiten, Räume suchen, Zweikämpfe annehmen. Nach gut einer halben Stunde brachte Sigurd Haugen die Münchner in Führung und sorgte damit für die nötige Ruhe. Doch Havelse reagierte. Der Aufsteiger stemmte sich gegen die drohende Niederlage, kam besser ins Spiel, ließ jedoch die Präzision im Abschluss vermissen. Nach dem Seitenwechsel nutzten die Gäste ihre Qualität konsequenter. Patrick Hobsch erhöhte, kurz darauf sorgte Lippmann mit dem dritten Treffer für die Vorentscheidung.

Spätestens in dieser Phase wurde deutlich, dass 1860 die Partie im Griff hatte. Mit frischen Kräften von der Bank schraubten Steinkötter und Maier das Ergebnis weiter in die Höhe. Zudem durfte Noah Klose sein Debüt feiern, ein weiteres Signal für die Breite im Kader.

Tabelle im Blick, Fokus auf Rostock

Der Erfolg wirkt sich unmittelbar auf die Tabelle der 3. Liga aus. 1860 rückt näher an die Spitzengruppe heran und verschafft sich neue Perspektiven. Doch öffentliche Kampfansagen? Fehlanzeige. Kauczinski blieb bewusst zurückhaltend. „Erstmal denken wir an Rostock nächste Woche, alles andere ist egal“, betonte der Coach. Erst wenn die eigene Leistung dauerhaft stabiler werde, könne man über größere Ziele sprechen. Der Sieg sei lediglich „ein erster Schritt“.

Richtungsweisendes Duell im Grünwalder Stadion

Am kommenden Spieltag wartet mit Hansa Rostock ein direkter Konkurrent im Aufstiegsrennen. Die Hanseaten, selbst mit Ambitionen in die Saison gestartet, reisen mit leichtem Vorsprung ins Grünwalder Stadion. Für die Löwen ist klar: Wollen sie den Abstand weiter verkürzen, braucht es eine ähnliche Entschlossenheit wie in Havelse. Die Gala gegen den Aufsteiger hat Selbstvertrauen gebracht. Ob daraus eine Serie entsteht, entscheidet sich nun im direkten Duell.

Die Partie gegen Rostock könnte mehr sein als nur ein weiteres Ligaspiel. Sie ist ein Gradmesser. Und vielleicht der Moment, in dem aus einem ersten Schritt eine echte Aufholjagd wird.

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