Start Vereine Energie Cottbus Heimspiel mit Anspruch: Cottbus will Tabellenführung festigen

Heimspiel mit Anspruch: Cottbus will Tabellenführung festigen

Energie Cottbus steht an der Spitze der 3. Liga und will diese Position vor eigenem Publikum verteidigen. Nach einem hart erkämpften Punktgewinn in Ingolstadt richtet sich der Fokus nun auf das Heimspiel gegen Mannheim. Trainer Claus-Dieter Wollitz fordert Entschlossenheit, Klarheit im Spiel und die nächste überzeugende Vorstellung im eigenen Stadion.

Längere Vorbereitung, klare Abläufe

Der Spielplan hat Energie in dieser Woche in die Karten gespielt. Ohne Partie am Samstag blieb mehr Zeit für Trainingsarbeit, Analyse und Feinjustierung. Für Trainer Claus-Dieter Wollitz eine willkommene Gelegenheit, Details zu schärfen. Man habe zusätzliche Einheiten genutzt, um Abläufe zu präzisieren und taktische Aspekte intensiver zu besprechen, erklärte er im Gespräch mit Sportreporter Georg Zielonkowski.

Die Zielrichtung ist klar. Gegen den SV Waldhof Mannheim braucht es Struktur, enge Abstände zwischen den Mannschaftsteilen und schnelles Umschalten. Unabhängig von der Tabellenkonstellation warnt Wollitz vor der individuellen Qualität des Gegners. Mannheim verfüge über Spieler, die Tempo aufnehmen und Umschaltsituationen konsequent nutzen könnten. Entsprechend müsse sein Team das eigene Repertoire vollständig abrufen.

Defensive Stabilität als Basis, nicht als Ziel

Beim jüngsten Auswärtsspiel in Ingolstadt blieb Energie ohne Gegentor. Für Wollitz ist das jedoch kein Selbstzweck. Entscheidend sei nicht die Statistik, sondern das Ergebnis. „Ich will Spiele gewinnen“, stellte er klar und machte deutlich, dass ihm ein torreiches 5:4 ebenso recht wäre wie ein knapper Erfolg. Fehler in der Defensive seien aus seiner Sicht selten struktureller Natur. Vielmehr entstünden Gegentreffer durch falsche

Entscheidungen oder fehlende Laufwege. Genau dort setzt die Trainingsarbeit an. Balance zwischen Offensive und Defensive, Überzeugung im eigenen Spiel und Mut in entscheidenden Momenten sollen den Unterschied machen. Dass Energie aktuell die Tabelle der 3. Liga anführt, ist für Wollitz ein Beleg dafür, dass vieles richtig läuft. Die Mannschaft habe sich diese Position erarbeitet und wolle sie nicht leichtfertig hergeben.

Standards, Geduld und kreative Lösungen

Diskussionen über ungenutzte Eckbälle nach dem Spiel in Ingolstadt nimmt der Trainer gelassen. Standards seien ein wichtiges Mittel, aber keine Garantie für Tore. In anderen Partien habe man gezeigt, wie effektiv ruhende Bälle sein können. Entscheidend sei, flexibel zu bleiben und Lösungen zu finden, die zum jeweiligen Gegner passen.

Es gehe darum, im Offensivspiel variabel zu agieren und nicht in starre Muster zu verfallen. Mut und Kreativität seien gefragt, gerade gegen Mannschaften, die kompakt verteidigen.

Nachwuchs als strategischer Baustein

Neben der aktuellen Tabellenlage beschäftigt Wollitz ein langfristiges Thema besonders intensiv: die Entwicklung eigener Talente. Mehrere Spieler aus der A-Jugend trainierten zuletzt bei den Profis mit. Ziel sei es, Perspektiven aus dem eigenen Verein in die erste Mannschaft zu integrieren und sie individuell zu begleiten.

Die Entwicklung von Elias Bethke gilt intern als positives Beispiel. Für Wollitz ist klar, dass nachhaltiger Erfolg nur mit einer durchdachten Kaderstrategie möglich ist. Gemeinsam mit Kaderplaner Maniyel Nergiz wolle man vorrangig auf eigene Kräfte setzen. Externe Verpflichtungen seien erst dann sinnvoll, wenn das interne Potenzial ausgeschöpft sei. Leihmodelle oder Kooperationen mit regionalen Partnern könnten jungen Spielern zusätzliche Spielpraxis verschaffen.

Heimspiel mit Signalwirkung

Am Sonntag öffnet das LEAG Energie Stadion seine Tore für die nächste Bewährungsprobe. Die Ausgangslage ist reizvoll. Wer nach mehr als zwanzig Spieltagen an der Spitze steht und ligaweit die meisten Siege verbucht, hat ein Ausrufezeichen gesetzt. Wollitz erinnert daran, wie eng Mannschaft und Fans zuletzt zusammengerückt sind. Diese Geschlossenheit soll auch gegen Mannheim spürbar sein. Selbst wenn die Temperaturen winterlich bleiben, erwartet der Trainer eine leidenschaftliche Atmosphäre.

Ich erwarte, dass die Mannschaft alles dafür tut, um Tabellenführer zu bleiben“, sagte Wollitz mit Nachdruck. Es sei eine Phase, in der jeder Punkt zähle und jeder Auftritt eine Botschaft sende. Energie Cottbus steht damit vor mehr als nur einem weiteren Ligaspiel. Es ist die Chance, die eigene Entwicklung zu bestätigen und ein weiteres Kapitel in einer bislang bemerkenswert stabilen Saison zu schreiben. Die Richtung ist vorgegeben, nun muss sie auf dem Platz mit Leben gefüllt werden.

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