Dienstag, Februar 17, 2026
Start Vereine Hansa Rostock Hansa bekennt Farbe: Vorstand ruft Aufstieg als klares Ziel aus

Hansa bekennt Farbe: Vorstand ruft Aufstieg als klares Ziel aus

Der Moment der Zurückhaltung ist vorbei. Beim FC Hansa Rostock wird das Wort Aufstieg nicht länger umschifft, sondern klar ausgesprochen. Vorstandschef Ronald Maul hat das Ziel erstmals unmissverständlich formuliert und damit eine neue Tonlage im Saisonendspurt angeschlagen.

Klare Ansage aus der Führungsetage

Wo Trainer Daniel Brinkmann und Sportchef Amir Shapourzadeh bislang vorsichtig formulierten und von einem Platz „im oberen Bereich“ sprachen, wählte Ronald Maul nun deutlichere Worte. Vor dem Heimspiel gegen den VfL Osnabrück erklärte der Vorstandschef im Gespräch bei MagentaSport: „Wir wollen aufsteigen, wir haben das Ziel.“

Es ist das erste klare Bekenntnis aus der Chefetage des FC Hansa Rostock zur Rückkehr in die 2. Liga. Die Botschaft ist eindeutig und sie kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Saison in ihre entscheidende Phase einbiegt.

Enges Rennen an der Spitze

Die Tabelle zeigt ein dicht gedrängtes Feld. Rostock bewegt sich in Schlagdistanz zu den Aufstiegsplätzen, nur wenige Zähler trennen die Kogge von Rang drei, auch der direkte Sprung nach oben ist in Reichweite. Maul spricht von einer ganzen Gruppe an Mannschaften, die sich berechtigte Hoffnungen machen dürfen, alle mit ähnlichen Voraussetzungen.

Ausschlaggebend sei aus seiner Sicht nicht, ob man sich zwischendurch einen Ausrutscher erlaube. Entscheidend sei vielmehr, dass keine längeren Durststrecken entstehen. Genau darin liegt aktuell jedoch die Herausforderung.

Verpasste Chancen und offene Wunden

Seit mehreren Begegnungen wartet Hansa auf einen Sieg. Besonders ärgerlich, beide jüngsten Partien boten beste Voraussetzungen für einen Befreiungsschlag. Sowohl gegen Osnabrück als auch auswärts bei der Reserve der TSG Hoffenheim verspielten die Rostocker eine Führung und mussten sich am Ende mit einem Remis begnügen. Mit etwas mehr Konsequenz wäre die Ausgangslage deutlich komfortabler, das zeigt ein Blick auf die unmittelbare Konkurrenz wie den SC Verl.

Doch im Aufstiegsrennen zählen keine Rechenspiele, sondern Resultate. Trainer Brinkmann analysierte nach dem jüngsten Spiel selbstkritisch, man müsse aus solchen Momenten lernen und Begegnungen konsequent zu Ende bringen. Zugleich forderte er eine kleine Serie, zwei oder drei Erfolge am Stück, um wieder Schwung aufzunehmen. Die Richtung ist klar, nun soll die Umsetzung folgen.

Nord-Süd-Duell als Bewährungsprobe

Die nächste Gelegenheit bietet sich im traditionsreichen Vergleich mit TSV 1860 München. Das Aufeinandertreffen verspricht Intensität, es ist ein direktes Duell zweier Mannschaften, die im gleichen Tabellenumfeld agieren. Für Rostock könnte es mehr sein als nur ein weiteres Ligaspiel. Es ist die Chance, das öffentlich formulierte Ziel mit Taten zu unterfüttern und das Momentum wieder auf die eigene Seite zu ziehen. Dann würde aus einer ambitionierten Ansage auch sportliche Realität.

Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass Worte allein keine Punkte bringen. Doch sie können ein Signal senden. In Rostock ist dieses Signal nun gesetzt, die Mannschaft steht in der Pflicht, es auf dem Platz zu bestätigen.

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