Der Trainingsalltag beim FC Energie Cottbus steht vor einem spürbaren Wandel. In der Parzellenstraße rollen in Kürze die Bagger an, um dem stark beanspruchten Übungsplatz neues Leben einzuhauchen. Mit der Entscheidung der Stadt beginnt ein Projekt, das dem Verein perspektivisch zeitgemäße Bedingungen sichern soll.
Stadt gibt grünes Licht für Modernisierung
Die politischen Weichen für das Vorhaben sind bereits gestellt. Im Rathaus wurde vor einiger Zeit mit klarer Mehrheit beschlossen, den Trainingsplatz grundlegend zu erneuern und dafür einen mittleren sechsstelligen Betrag bereitzustellen. Nun hat Oberbürgermeister Tobias Schick angekündigt, dass die Arbeiten in den kommenden Tagen anlaufen.
Damit geht es von der Planung in die Umsetzung. Ziel ist es, dem Team des FC Energie Cottbus rechtzeitig vor Beginn der neuen Spielzeit wieder optimale Trainingsbedingungen anbieten zu können. Wenn alles nach Zeitplan verläuft, soll der Platz zum Spätsommer wieder freigegeben werden.
Verein spricht von wichtigem Signal
Auch vereinsintern wird der Start der Sanierung als bedeutender Schritt gewertet. Präsident Sebastian Lemke betonte die Wertschätzung gegenüber der Stadt und den politischen Entscheidungsträgern. Man sei „sehr dankbar“, dass das Projekt nun umgesetzt werde. Zwar habe sich der Prozess über einen längeren Zeitraum gezogen, doch die Freude über die bevorstehende Modernisierung überwiege deutlich. Für den Profifußball seien hochwertige Trainingsbedingungen von zentraler Bedeutung, unterstrich Lemke.
Mit Blick auf die kommende Saison setzt der Klub darauf, dass die Mannschaft künftig auf einem technisch wie sportlich zeitgemäßen Untergrund arbeiten kann.
Deutliche Spuren jahrelanger Nutzung
Der Trainingsplatz in der Parzellenstraße ist seit vielen Jahren nahezu täglich im Einsatz. Entsprechend sichtbar sind inzwischen die Folgen der intensiven Beanspruchung. Vor allem der Untergrund hat über die Zeit an Durchlässigkeit verloren. Regenwasser konnte zuletzt nur unzureichend versickern, was besonders in niederschlagsreichen Phasen immer wieder zu Einschränkungen führte.
Nach Einschätzung der Stadt war eine grundlegende Sanierung deshalb unumgänglich. Einzelne Ausbesserungen hätten das Problem nicht dauerhaft gelöst.
Umfangreiches Maßnahmenpaket geplant
Das Sanierungskonzept geht deutlich über eine reine Rasenerneuerung hinaus. Vorgesehen ist zunächst eine detaillierte Untersuchung des Bodens. Darauf aufbauend sollen Drainageschichten verbessert und der verdichtete Untergrund maschinell gelockert werden, um die Wasserableitung langfristig zu sichern. Im Anschluss wird die gesamte Rasennarbe erneuert. Geplant ist ein robuster, widerstandsfähiger Belag, der den hohen Belastungen im Trainingsbetrieb standhält. Zusätzlich wird auch die bestehende Bewässerungstechnik auf den neuesten Stand gebracht.
Parallel zu den Bauarbeiten nutzt der Verein alternative Trainingsstätten im Stadtgebiet. Neben dem Platz im Eliaspark stehen weitere Anlagen in Dissenchen und an der Schlachthofstraße zur Verfügung, um den Trainingsbetrieb ohne größere Unterbrechungen aufrechtzuerhalten. Mit dem Baustart beginnt nun ein sichtbares Zeichen dafür, dass in die infrastrukturelle Basis des Vereins investiert wird. Ob sich die verbesserten Bedingungen künftig auch sportlich bemerkbar machen, wird sich erst auf dem Platz zeigen. Die Voraussetzungen dafür sollen jedoch bald deutlich günstiger sein.
