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DFB bringt Medienrechte der 3. Liga neu auf den Markt

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Die 3. Liga steht vor einer wichtigen Weichenstellung abseits des Rasens. Der DFB hat den nächsten Vermarktungszyklus der nationalen Medienrechte angestoßen und damit die Grundlage für die TV- und Highlight-Berichterstattung der kommenden Jahre gelegt. Für Sender und Plattformen eröffnet sich nun die Chance, bei einem Wettbewerb einzusteigen, der sportlich an Profil gewonnen hat und wirtschaftlich so gefestigt wirkt wie selten zuvor.

Neue Ausschreibung für die nächste Rechteperiode

Der Deutsche Fußball-Bund hat die nationalen audiovisuellen Rechte der 3. Liga für den Zeitraum ab der Saison 2027/2028 neu auf den Markt gebracht. Vergeben werden die Pakete erneut für mehrere Jahre, sie reichen bis zum Ende der Spielzeit 2030/2031.

Damit beginnt für die Liga eine neue Vermarktungsrunde in einem Moment, in dem sich der Wettbewerb sportlich etabliert hat und zugleich für Medienanbieter interessant bleibt. Im Mittelpunkt stehen sowohl Liveübertragungen als auch umfangreiche Highlightrechte für sämtliche Partien.

Livebilder und Highlights im Fokus

Die Ausschreibung umfasst Lösungen für Free-TV und Pay-TV. Dabei ist vorgesehen, dass die Live-Rechte in mehreren Modellen angeboten werden. Auch ein vollständiger Erwerb aller Live-Inhalte durch einen Anbieter bleibt möglich. Klar ist bereits, dass ein frei empfangbares Angebot weiterhin Teil des Modells sein soll. Pro Saison werden mindestens mehrere Dutzend Begegnungen kostenlos zu sehen sein. Je nach Verlauf des Bieterverfahrens könnte diese Zahl sogar noch spürbar steigen. Für Fans bedeutet das: Auch in Zukunft soll die 3. Liga nicht allein hinter Bezahlschranken verschwinden.

Der DFB will das Profil der Liga weiter schärfen

Beim Verband wird die Ausschreibung nicht nur als formaler Vermarktungsschritt verstanden, sondern auch als strategische Chance. DFB-Generalsekretär Dr. Holger Blask verwies auf die Entwicklung der Liga in den vergangenen Jahren und hob ihre Rolle innerhalb des deutschen Fußballs hervor.

Er sprach von einer Spielklasse, die sich stabil präsentiert, junge deutsche Spieler auf hohem Niveau fördert und durch Fan-Nähe sowie sportliche Ausgeglichenheit ein eigenes Profil besitzt. Ziel sei es, gemeinsam mit künftigen Partnern „die Faszination der Liga zu transportieren“ und den Charakter der 3. Liga bundesweit noch sichtbarer zu machen.

Gerade dieser Punkt ist für die weitere Vermarktung entscheidend. Die 3. Liga lebt nicht nur von Traditionsklubs, vollen Stadien und engem Wettbewerb, sondern auch von ihrer Funktion als Bindeglied zwischen Talententwicklung und Profifußball. Diese Mischung macht sie für Rechteinhaber attraktiv, die mehr suchen als reinen Live-Sport.

Offenes Verfahren für interessierte Unternehmen

Die Vergabe läuft nach Angaben des DFB in einem offenen und transparenten Verfahren. Unternehmen können ab sofort ihr Interesse anmelden und die Unterlagen für die Teilnahme anfordern. Dazu gehört auch ein Registrierungsformular mit den maßgeblichen Regeln des Prozesses.

Für die Anmeldung ist ein klar definierter Zeitraum vorgesehen, wobei der genannte Termin laut DFB nicht als endgültige Ausschlussgrenze verstanden wird. Die eigentliche Auktionsphase soll dann Ende September bis Anfang Oktober 2026 stattfinden.

Warum diese Entscheidung über die Liga hinaus wichtig ist

Die neue Ausschreibung ist mehr als ein technischer Vermarktungsvorgang. Sie entscheidet mit darüber, wie sichtbar die 3. Liga in Deutschland künftig bleibt, wie Fans Spiele verfolgen können und welche Rolle frei empfangbare Angebote im Fußballalltag weiter spielen. Gleichzeitig geht es um die Frage, wie eine Liga präsentiert wird, die in den vergangenen Jahren an Eigenständigkeit gewonnen hat und längst mehr ist als nur die dritte Ebene des Profifußballs.

Am Ende wird sich zeigen, welcher Medienmix den Wettbewerb künftig prägt. Für die 3. Liga ist das eine Phase mit Signalwirkung, wirtschaftlich, strategisch und auch emotional für ihre Anhänger im ganzen Land.

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