Start Vereine Fortuna Düsseldorf Neuer Wind bei Fortuna; Klare Regeln statt Grüppchenbildung

Neuer Wind bei Fortuna; Klare Regeln statt Grüppchenbildung

Fortuna Düsseldorf will nach einer enttäuschenden Saison nicht nur sportlich neue Wege einschlagen. Im Mittelpunkt steht diesmal das Innenleben der Mannschaft. Mit klaren Regeln und einer stärkeren Kommunikation soll das Teamgefühl zurückkehren und alte Probleme endgültig der Vergangenheit angehören.

Neuer Kurs für die Mannschaft

Erfolg beginnt nicht erst mit dem Anpfiff. Diese Überzeugung prägt derzeit den Neustart bei Fortuna Düsseldorf. Nach einer Spielzeit, in der es intern immer wieder Unstimmigkeiten gegeben haben soll, rückt nun das Miteinander in den Mittelpunkt. Die Verantwortlichen wollen eine Kabine schaffen, in der Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen wieder selbstverständlich sind.

Trainer Alexander Ende hat deshalb die erfahrenen Spieler der Mannschaft mit einer besonderen Aufgabe betraut. Gemeinsam sollen sie einen neuen Strafenkatalog entwickeln, der nicht nur Disziplin fördert, sondern vor allem den Teamgeist stärken soll. Bereits bei den ersten Gesprächen kristallisierte sich eine Maßnahme besonders deutlich heraus.

Smartphone soll aus der Kabine verschwinden

Einer der wichtigsten Vorschläge sieht vor, dass Handys in der Kabine künftig tabu sind. Die Idee dahinter ist einfach: Statt direkt nach dem Training auf den Bildschirm zu schauen, sollen sich die Spieler bewusst austauschen, über die Einheit sprechen oder gemeinsam an Verbesserungen arbeiten. Dominique Heintz hält diesen Punkt für besonders wichtig. Es sei heute fast schon selbstverständlich, dass jeder sofort zum Smartphone greife. Genau dieses Verhalten wolle man ändern. „Davon wollen wir komplett wegkommen“, wird der Abwehrspieler in einem aktuellen Bericht der „Bild“ zitiert und betonte, dass Gespräche untereinander für eine funktionierende Mannschaft unverzichtbar seien.

Nach seiner Ansicht gehe durch den ständigen Blick aufs Handy viel verloren. Deshalb solle nicht nur in der Kabine, sondern auch bei gemeinsamen Mahlzeiten wieder mehr miteinander gesprochen werden. Gerade weil sich das Team in einer neuen Konstellation befinde, sei persönlicher Austausch entscheidend, um Vertrauen aufzubauen und sich besser kennenzulernen.

Klare Strukturen als Grundlage für Erfolg

Für Heintz endet Teamarbeit jedoch nicht bei gemeinsamen Gesprächen. Ebenso wichtig seien gegenseitiger Respekt und eine klare Hierarchie innerhalb der Mannschaft. Die erfahrenen Profis sollen Verantwortung übernehmen, Orientierung geben und darauf achten, dass vereinbarte Regeln eingehalten werden.

Man muss sich gegenseitig respektieren und braucht eine Rangordnung in der Mannschaft“, so Heintz weiter. Die älteren Spieler müssten den jüngeren den Weg weisen und mit gutem Beispiel vorangehen. Nur wenn alle an einem Strang ziehen, könne ein positives Klima entstehen.

Charakter statt Einzelinteressen

Der Innenverteidiger sieht die Verantwortung allerdings nicht allein bei den Routiniers. Entscheidend sei vielmehr, dass jeder Spieler seinen Beitrag leistet. Gleichzeitig lobte er den eingeschlagenen Weg des Vereins bei der Kaderzusammenstellung. Nach seiner Einschätzung werde inzwischen großer Wert darauf gelegt, Persönlichkeiten zu verpflichten, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich gut zusammenpassen.

Spieler mit Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und der richtigen Einstellung könnten dafür sorgen, dass sich der Zusammenhalt auf und neben dem Platz entwickelt. Gelinge das, profitiere letztlich die gesamte Mannschaft. Fortuna Düsseldorf setzt damit bewusst auf einen kulturellen Neuanfang. Die Hoffnung ist, dass aus einer funktionierenden Kabine wieder eine geschlossene Mannschaft entsteht, die ihre Geschlossenheit auch in den Spielen zeigt. Das Handyverbot wäre dabei nur ein erster, aber symbolträchtiger Schritt.

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