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Rot-Weiss Essen: Hausverbot gegen 76 Personen

Wiederholt kam es nach einem Auswärtsspiel von Rot-Weiss Essen zu Vorkommnissen, die der Verein nicht weiter duldet und nun Hausverbot gegen 16 Personen ausgesprochen hat.

Nach dem Auswärtsspiel in Wiesbaden kam es am Hauptbahnhof Essen zu einer Auseinandersetzung zwischen Fans von RWE und des MSV Duisburg. Schon im Februar dieses Jahres konnte die Polizei ein Aufeinandertreffen von Essener und Schalke Fans verhindern, dabei wurden die Personalien von einer dreistelligen Anzahl an Personen aufgenommen.

Polizeiliche Ermittlungen laufen

Und auch auf der Rückreise vom Auswärtsspiel in Bayreuth im vergangenen August kam es zu körperlichen Auseinandersetzungen – diesmal jedoch wurden RWE-Fans von einer anderen Essener Fangruppe angegriffen. In allen Fällen dauern die polizeilichen Ermittlungen noch an. Die Täter müssen wohl mit einem bundesweiten Stadionverbot rechnen. Der Verein selbst hat sich unabhängig von diesen Ermittlungen nach zahlreichen internen Beratungen und einer anschließend Abteilungs-, Gruppen- und Gremien-übergreifend erzielten Einstimmigkeit dazu entschieden, selbst aktiv zu werden und schon jetzt Hausverbote gegen insgesamt 76 Problemfans zu verhängen, welche bereits in der Vergangenheit auffällig geworden sind. Das ausgesprochene Stadionverbot hat eine Gültigkeit für die kommenden drei Jahre und gilt ab sofort.

Verein distanziert sich von Gewalt und Kriminalität

Der Verein schreibt in einer Stellungnahme, dass er sich von „Gewalt und Diskriminierung distanziert. Jeder, der an kriminellen Handlungen beteiligt ist oder diese gut heißt, verwirkt sein Recht auf den Besuch von RWE-Spielen und entfernt sich dadurch immer mehr von dem, wofür RWE steht: Für ein leidenschaftliches, gerne auch emotionales, jedoch gewaltfreies Stadionerlebnis. RWE steht mit seinen Werten in keiner Weise für eine gewalt-verherrlichende Fankultur, in der das Fußballspiel offensichtlich zunehmend zur Nebensache wird. In aller Deutlichkeit: „Wir sind Essener – und Ihr nicht!“

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