Finanzielle Hürden für den FC Ingolstadt: Die Zukunft von Cheftrainerin Sabrina Wittmann

Sabrina Wittmann hat mit dem FC Ingolstadt Geschichte geschrieben: Als erste Cheftrainerin im deutschen Profifußball der Männer führte sie den Verein zu beeindruckenden Erfolgen.

Die 32-Jährige gewann mit ihrer Mannschaft den Landespokal und qualifizierte sich damit für den DFB-Pokal. Zudem blieb der FCI unter ihrer Regie in drei Drittligaspielen ungeschlagen. Diese Erfolge sprechen eindeutig für Wittmann. Doch eine Weiterbeschäftigung Wittmanns könnte den Verein teuer zu stehen kommen. Ohne UEFA-Pro-Lizenz müsste der FC Ingolstadt Strafen zahlen.

Finanzielle Hürden und Wittmanns Zukunft beim FC Ingolstadt

Sportdirektor Ivica Grlic äußerte sich optimistisch über eine mögliche Verlängerung. Gegenüber dem „Donaukurier“ sagt er: „Ich freue mich erst einmal für den Verein, die Fans und die Mannschaft, dass wir zum ersten Mal den Pokal gewonnen haben und Sabrina ihren Teil dazu beigetragen hat“. Grlic betonte, dass es wichtig sei, die beste Lösung für den Verein und die Mannschaft zu finden und dass es keinen Zeitdruck gebe. Allerdings könnte die fehlende UEFA-Pro-Lizenz zu einem finanziellen Problem werden, da der Verein für jede Saison ohne lizenzierten Trainer Strafen zahlen müsste. Ein Beispiel dafür ist die SpVgg Unterhaching, die zu Saisonbeginn 10.000 Euro an den Verband zahlte und zusätzlich 3.500 Euro pro Spiel, in dem Marc Unterberger ohne Lizenz als Cheftrainer fungierte.

Unterberger als Vorbild und die Zukunft von Wittmann

Dass man auch ohne die höchste Trainerlizenz erfolgreich sein kann, bewies Marc Unterberger bei der SpVgg Unterhaching. Er führte die Mannschaft auf den neunten Tabellenplatz der dritten Liga und verhalf vielen Talenten zu ihrem Profi-Debüt. Eine ähnliche Entwicklung könnte Wittmann beim FC Ingolstadt bevorstehen. Die Trainerin der U19-Mannschaft, die sie zur überraschenden Vizemeisterschaft in der U19-Bundesliga Süd/Südwest führte, ist fest entschlossen, ihre erfolgreiche Arbeit fortzusetzen. Ich würde gerne in dieser Konstellation weitermachen“, sagte sie vor dem Pokalfinale.

Klare Absichten der Ingolstädter Verantwortlichen

Ivica Grlic bekräftigte die Absichten des Vereins: „Sabrina bleibt auf jeden Fall beim FCI. Wir wollen unsere Trainer weiterentwickeln.“ Der FC Ingolstadt scheint entschlossen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Wittmann fortzusetzen und mögliche finanzielle Hürden zu überwinden.

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