Ein Vorfall nach dem Auswärtsspiel des TSV 1860 München gegen Rot-Weiss Essen sorgt für Entsetzen: Bei einem massiven und offenbar unverhältnismäßigen Polizeieinsatz am Essener Hauptbahnhof gab es zahlreiche Verletzte.
Nach dem Spiel in Essen wurden die Fans des TSV 1860 München mit Shuttlebussen zunächst nach Dellwig Ost und von dort mit der S-Bahn zum Essener Hauptbahnhof gebracht. Bereits auf dem Bahnsteig kam es zu einer Einkesselung durch die Polizei, was auf Unverständnis und Unmut stieß. Bei der Einfahrt des ICE in München wollte die Polizei offenbar sicherstellen, dass alle Löwenfans in einem Zugteil untergebracht werden. Dies führte zu Konflikten, da viele Fans Sitzplatzreservierungen für den gesamten Zug hatten.
Eskalation mit Pfefferspray
Die Situation eskalierte, als die Polizei Pfefferspray einsetzte. Selbst Fans, die Verletzten helfen wollten, wurden getroffen. Insgesamt erlitten mehr als 30 Fans zum Teil schwere Augen- und Hautreizungen. In Duisburg wurde der Zug angehalten, um die Verletzten zu versorgen. Sanitäter und Ärzte richteten einen Waggon des Zuges als Behandlungsraum ein. Trotz der schweren Vorfälle war die Polizei NRW nicht vor Ort.
Reaktionen und Forderungen
„Solche Szenen habe ich noch nie erlebt! Ich war und bin völlig schockiert“, berichtet ein Augenzeuge. Fans und Verantwortliche fordern nun Konsequenzen und eine lückenlose Aufarbeitung des Einsatzes. Die Rückreise der Fans verzögerte sich durch die Ereignisse um mehr als 90 Minuten.
