Nach der 1:2-Niederlage beim MSV Duisburg sprach Waldhof-Stürmer Terrence Boyd Klartext. Er kritisierte fehlende Cleverness, verlorene Zweikämpfe und die aus seiner Sicht zu wenigen Hereingaben und forderte für die dritte Liga mehr Konsequenz in den kommenden Wochen.
Deutliche Analyse eines Abnutzungskampfs
Auf tiefem Geläuf und in einem intensiven Drittligaspiel fand Boyd klare Worte. „Ich glaube nicht, dass jeder von sich behaupten kann, alles in die Waagschale geworfen zu haben. Körperlich vielleicht ja, aber vom Kopf her… manchmal haben wir uns ein bisschen dämlich angestellt. Das regt mich auf“, wird der 34-Jährige vom „Mannheimer Morgen“ zitiert. Nach seiner Einwechslung verkürzte Boyd per Kopf, die Aufholjagd kam jedoch zu spät.
Flanken fehlen, zweite Bälle nicht erobert
Der US-Amerikaner monierte das Offensivspiel seiner Mannschaft: „So richtig viele Flanken kamen nicht. Wir haben uns einfach nicht clever angestellt.“ Gerade in den Duellen und bei zweiten Bällen sei der SVW unterlegen gewesen. Inhaltlich deckt sich das mit dem Spielverlauf: Duisburg traf durch Connor Noß (20.) und Joshua Bitter (69.), Boyd stellte in Minute 84 auf 1:2 – am Ende reichte es vor 22.241 Zuschauern nicht mehr für einen Punkt.
„Kein Schönheitspreis“ – Ergebnisse zählen
Boyd ordnete den Abend als zähen Kampf ein – „kein Schönheitspreis“. Sein Vergleich: „Beim Golf spielen sagt man: Die Scorecard hat keine Bilder. Es ist also egal, wie es aussieht.“ Entscheidend seien Resultate. Gleichzeitig betonte er die positive Entwicklung in der Gruppe – auf und neben dem Platz – und nahm das Team in die Pflicht: „Wir müssen auch Punkte holen. Und da sind wir Spieler gefordert.“
Blick nach vorn: Pokal als Ventil – und Signal für den Endspurt
Besondere Bedeutung misst Boyd dem Viertelfinale im bfv-Rothaus-Pokal gegen den FC-Astoria Walldorf bei: Der Frust solle „abgeschossen“ werden, um gar nicht erst in eine Negativspirale zu geraten. Anstoß ist am Mittwoch, 12. November 2025, 19:00 Uhr.
Der 1,88 m große Mittelstürmer kam im Januar 2024 vom 1. FC Kaiserslautern nach Mannheim und besitzt einen Vertrag bis 2026. Der gebürtige Bremer bestritt 14 Länderspiele für die USA. Stationen u. a.: Hertha BSC II, Borussia Dortmund II, Rapid Wien, RB Leipzig, SV Darmstadt 98, Toronto FC, Hallescher FC, 1. FC Kaiserslautern.
