Neuer Trainer, altes Leid: Der 1. FC Saarbrücken kassiert beim Debüt von Interimstrainer Jürgen Luginger eine bittere 2:3-Heimpleite gegen Rot-Weiss Essen und wartet in der dritten Liga nun seit neun Spielen auf einen Sieg. Vor 12.996 Zuschauern im Ludwigspark erlebten die Blau-Schwarzen einen wilden Nachmittag, an dessen Ende RWE eiskalt zuschlug.
Nach einer weitgehend ausgeglichenen ersten Hälfte mit den klareren FCS-Chancen – Patrick Schmidt scheiterte nach Solo an Rios-Alonso auf der Linie, Abdoulaye Kamara vergab frei vor dem starken Jakob Golz, fiel die Entscheidung erst nach dem Wechsel. Saarbrücken startete furios: Eine Ecke von Florian Pick segelte an den kurzen Pfosten, Schmidt wuchtete den Ball per Kopf zum 1:0 ins Netz. Essen antwortete prompt, als Lucas Brumme links durchbrach und Torben Müsel das Zuspiel zum Ausgleich verwertete. Der FCS schüttelte sich kurz und legte wieder vor: Kamara leitete ein, Schmidt legte ab, Pick tanzte Rios-Alonso aus und jagte den Ball kompromisslos unter die Latte – 2:1, die Kurve tobte.
Rot-Weiss Essen dreht spät zum 3:2
Koschinats Wechsel brachten RWE jedoch zusätzliche Wucht, und eine unglückliche Szene leitete die Wende ein: Nach einer Hereingabe sprang die Kugel an den Arm von Philip Fahrner, Schiedsrichter Eric Weisbach zeigte auf den Punkt. Ahmet Arslan blieb cool und traf zum 2:2. Beinahe hätte Saarbrücken dennoch alles klargemacht: Der eingewechselte Rodney Elongo-Yombo lief allein auf Golz zu und schloss scharf ab, doch der RWE-Keeper rettete mit einer überragenden Fußabwehr. Sekunden später der K.o.: Der FCS hatte Ecke, Essen konterte blitzschnell, Marvin Obuz legte halblinks frei auf Franci Bouebari, der blieb vor Menzel eiskalt und schob zum 3:2 ein. Die Nachspielzeit brachte nichts mehr, die Talfahrt des FCS ging trotz verbessertem Auftritt weiter.
