Start Vereine Erzgebirge Aue Härtel vor Ulm-Spiel: Jetzt zählt nur der Abstiegskampf

Härtel vor Ulm-Spiel: Jetzt zählt nur der Abstiegskampf

Der Blick geht nach vorn, der Ärger ist verarbeitet. Nach der späten Enttäuschung an der Ostsee richtet sich beim FC Erzgebirge Aue alles auf das nächste Schlüsselspiel. Im Duell mit dem SSV Ulm wartet nicht nur ein direkter Konkurrent, sondern auch ein emotional aufgeladenes Wiedersehen.

Neustart nach spätem Nackenschlag

Das bittere Ende beim Auswärtsspiel gegen Hansa Rostock hat in Aue keine lange Nachwirkung entfaltet. Trainer Jens Härtel machte unter der Woche deutlich, dass seine Mannschaft den Moment des Ärgers hinter sich gelassen hat. Der Fokus liege auf einer „neuen Chance“, die er sogar als das „wichtigere Spiel“ im Vergleich zur Vorwoche einordnet.

Kellerduell mit spürbarer Bedeutung

Wenn FC Erzgebirge Aue am Samstag auf SSV Ulm trifft, geht es um mehr als drei Punkte. Beide Mannschaften stecken tief im Tabellenkeller, der Druck ist allgegenwärtig. Ein Erfolg würde Aue etwas Luft verschaffen und den Abstand zu einem direkten Rivalen vergrößern. Entsprechend klar ist die Ausgangslage, auch wenn im Verein niemand offen über die andere Seite der Medaille sprechen mag.

Personelle Fragen vor dem Wochenende

An der personellen Situation hat sich im Vergleich zur Vorwoche wenig verändert. Erik Majetschak steht verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, während Pascal Fallmann wieder zum Kader zählt. Marvin Stefaniak könnte nach abgesessener Sperre zurückkehren, auch wenn ihn unter der Woche kleinere Probleme begleitet haben. Für Julian Guttau kommt der Einsatz wohl noch zu früh, er benötigt laut Trainer weitere Trainingseinheiten. Hoffnung macht dagegen Marcel Bär, der nach seinem letzten Einsatz gut regeneriert hat und sich für zusätzliche Spielzeit anbietet. Härtel sprach von einem schmalen Grat, zeigte sich aber optimistisch.

Keine Rede von Favoriten

Klare Favoriten will Härtel nicht ausrufen. „Davon kann man in der 3. Liga ohnehin kaum sprechen“, erklärte er und verwies auf Ulms Winter-Einkäufe sowie den engen Abstand in der Tabelle. „Wir sind mitten im Abstiegskampf. Viel wird im Kopf entschieden“, sagte er, was die psychologische Komponente dieses Duells unterstreicht.

Wiedersehen mit Pavel Dotchev

Besonders emotional wird die Rückkehr von Pavel Dotchev, der in Aue lange prägende Arbeit geleistet hat. Härtel zollte seinem Vorgänger Respekt und hofft auf einen freundlichen Empfang. Gleichzeitig machte er mit einem Lächeln klar, dass die Sympathien für neunzig Minuten ruhen müssen. Es werde ein enges Spiel, sagte er, eines, das man mit aller Entschlossenheit auf die eigene Seite ziehen müsse.

Am Ende zählt für Aue nur eines. Die Chance ist da, die Bedeutung groß. Wie die Mannschaft damit umgeht, wird sich auf dem Platz zeigen.

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