Mit Tempo, Präzision und gleich zwei Toren für die Highlight-Reels hat der FC Hansa Rostock seine starke Phase eindrucksvoll bestätigt. Beim SV Waldhof Mannheim dominierten die Mecklenburger über weite Strecken und setzten sich deutlich durch. Der Auftritt unterstrich, warum Rostock in der 3. Liga weiter zur Spitzengruppe gehört.
Frühe Kontrolle, frühes Signal
Von Beginn an war zu erkennen, wohin die Reise gehen sollte. Rostock trat selbstbewusst auf, bewegte den Ball schnell und setzte die Mannheimer Defensive früh unter Druck. Bereits in der Anfangsphase lag die Führung in der Luft, auch wenn eine erste Kopfballchance noch ungenutzt blieb. Kurz darauf folgte jedoch der Moment, der dem Spiel eine klare Richtung gab.
Ein Schuss, der hängen bleibt
Nach einem cleveren Zuspiel von Ryan Naderi zeigte Jonas Dirkner, was gemeint ist, wenn von einem Traumtor die Rede ist. Mit vollem Risiko zog der Rostocker aus der Distanz ab und versenkte den Ball unhaltbar unter der Latte. Ein Treffer, der nicht nur die Führung brachte, sondern auch das Selbstverständnis der Gäste sichtbar stärkte.
Überzahl als Katalysator
Mannheim verlor wenig später zusätzlich den Halt, als eine zweite Verwarnung den Gastgeber dezimierte. Rostock nutzte die neu entstandenen Räume clever, ohne die Struktur zu verlieren. Noch vor der Pause erhöhte Andreas Voglsammer per Kopf, erneut vorbereitet von einem auffälligen Naderi. Das Spiel kippte endgültig.
Uphoff hält den Fokus hoch
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich, dass auch eine komfortable Führung Konzentration verlangt. Mannheim kam zu Gelegenheiten, doch Rostocks Schlussmann Benjamin Uphoff blieb aufmerksam und verhinderte mit starken Paraden ein mögliches Comeback. Diese Phase war sinnbildlich für die Reife, die Hansa aktuell auszeichnet.
Naderi als Dirigent, Holten als Vollstrecker
Als die Gastgeber erneut Hoffnung schöpfen wollten, schlug Rostock eiskalt zu. Wieder war Naderi der Ausgangspunkt, wieder passte das Timing. Der eingewechselte Emil Holten vollendete überlegt zum dritten Treffer. Spätestens jetzt war klar, dass an diesem Nachmittag nichts mehr anbrennen würde.
Ein letzter Glanzpunkt
Den Schlusspunkt setzte ein weiterer Moment für die Galerie. Nach einer Hereingabe von Cedric Harenbrock nahm Christian Kinsombi den Ball direkt und jagte ihn per Volley an den Innenpfosten ins Netz. Ein Tor, das selbst verwöhnte Fußballfans kurz innehalten ließ.
Rostock verlässt Mannheim mit breiter Brust und einer Serie, die weiter wächst. Die Mannschaft wirkt gefestigt, variabel und hungrig. In dieser Form bleibt der Blick nach oben mehr als gerechtfertigt.
