Der Jahresauftakt hätte für den SV Wehen Wiesbaden kaum besser verlaufen können. Mit viel Tempo, klarer Haltung und einem späten Nervenspiel setzten die Hessen ein Ausrufezeichen gegen einen direkten Konkurrenten. Der Blick nach oben wird damit wieder realistischer.
Sieg gegen einen direkten Maßstab
Mit dem 2:1-Erfolg gegen den ambitionierten SC Verl bestätigte SV Wehen Wiesbaden seine starke Frühform im neuen Jahr. Es war bereits der zweite Dreier nach der Winterpause, erneut eingefahren gegen ein Team aus der oberen Tabellenregion. In der Tabelle rücken die Wiesbadener näher an die Aufstiegsränge heran und senden ein deutliches Signal an die Konkurrenz.
Geduld trotz Verler Druckphase
Die Gäste übernahmen in der Anfangsphase häufiger die Kontrolle, kombinierten sich gefällig durch das Mittelfeld und prüften früh die Statik des Spiels. Ein Aluminiumtreffer unterstrich den Anspruch der Ostwestfalen. Wiesbaden aber blieb ruhig, lauerte auf Umschaltmomente und setzte gezielt Nadelstiche. Bemerkenswert dabei: In der Abwehr feierte der erst 18 Jahre alte Tim Neubert sein Profidebüt und ordnete sich ohne Scheu ein.
Agrafiotis korrigiert sich selbst
Nach einer vergebenen Großchance fand Nikolas Agrafiotis die passende Antwort. Aus zentraler Position nutzte er eine präzise Hereingabe von Sascha Mockenhaupt zur Führung. Der Treffer gab dem SVWW Sicherheit, ohne das Spieltempo zu bremsen.
Offener Schlagabtausch nach der Pause
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lebendig. Beide Teams suchten den Weg nach vorne, Torchancen entstanden auf beiden Seiten. Wiesbaden verteidigte kompakt, blieb aber stets anspielbereit für den nächsten Vorstoß. Die Zuschauer sahen ein Spiel, das jederzeit kippen konnte.
Späte Tore und großes Zittern
In der Schlussphase schien die Entscheidung zu fallen. Moritz Flotho setzte den Ball überlegt ins Eck und erhöhte auf 2:0. Doch die Antwort folgte umgehend: Jonas Arweiler verkürzte praktisch im Gegenzug. Die letzten Minuten wurden zur Geduldsprobe, ehe der Schlusspfiff die Erleichterung brachte.
Der SV Wehen Wiesbaden hat mit diesem Auftritt mehr als nur drei Punkte gesammelt. Die Mannschaft wirkt gefestigt, selbstbewusst und bereit, sich wieder in die Diskussion um die oberen Plätze einzumischen. Die kommenden Wochen werden zeigen, wie nachhaltig dieser Trend ist.
