Ein Angriff aus Fanrivalität hat für einen Anhänger von Rot-Weiss Essen nun strafrechtliche Konsequenzen. Vor dem Landgericht in Essen-Rüttenscheid wurde der Mann zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt, nachdem er an einer gewalttätigen Attacke auf einen Schalke-Fan beteiligt gewesen sein soll. Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Schattenseiten der Fußballleidenschaft.
Gewalt vor privatem Wohnhaus
Der Vorfall liegt bereits einige Zeit zurück. Nach Überzeugung des Gerichts griff der heute verurteilte Mann gemeinsam mit weiteren, bislang nicht identifizierten Beteiligten einen Anhänger des FC Schalke 04 vor dessen Wohnhaus an. Die Situation eskalierte, als das Opfer wegen seiner Kleidung klar als Schalke-Fan erkennbar war. Das blau gehaltene Shirt mit dem Aufdruck „Nordkurve“ machte ihn zum Ziel der Attacke.
T-Shirt als Beute
Im Verlauf des Angriffs wurde dem Mann das Fan-Shirt gewaltsam vom Körper gerissen. Anschließend setzten die Täter ihre Schläge und Tritte fort. Nach Darstellung der Kammer sollte das Kleidungsstück offenbar als eine Art Siegestrophäe dienen. Wer außer dem nun Verurteilten an der Tat beteiligt war, ließ sich im Verfahren nicht abschließend klären.
Haftstrafe für Essener Fan
Das Gericht verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und acht Monaten. Der Mann ist Anhänger von Rot-Weiss Essen. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er aktiv an dem Übergriff beteiligt war. Das Urteil wurde am Landgericht Essen gesprochen, ist jedoch noch nicht rechtskräftig.
Ein Fall mit Signalwirkung
Der Prozess zeigt, wie schnell sportliche Rivalität in rohe Gewalt umschlagen kann. Auch wenn weitere Tatbeteiligte bislang nicht ermittelt wurden, sendet das Urteil ein klares Signal: Fan-Gewalt endet nicht im Stadion und bleibt nicht ohne Folgen. Die Justiz greift ein, wenn Grenzen überschritten werden.
