Ein neuer Impuls für schwierige Wochen: Der FC Erzgebirge Aue stellt sich an der Seitenlinie neu auf und setzt auf frische Energie. Mit Christoph Dabrowski übernimmt ein Trainer, der Herausforderungen kennt und sie nicht scheut. Der Start erfolgt ohne Anlaufzeit, der Ernstfall beginnt sofort.
Neustart auf der Trainerbank
Nur wenige Tage nach der Trennung von Jens Härtel hat der FC Erzgebirge Aue eine Entscheidung getroffen. Christoph Dabrowski wurde der Mannschaft vorgestellt und übernahm umgehend die Verantwortung. Die Mission ist klar: Stabilität herstellen, Zuversicht zurückbringen und sportlich liefern, beginnend mit dem anstehenden Heimspiel.
Warum die Wahl auf Dabrowski fiel
Sport-Geschäftsführer Michael Tarnat beschreibt den neuen Coach als Antreiber mit klarer Haltung. Dabrowski habe nicht gezögert, sei kurzfristig nach Aue gereist und habe die aktuelle Lage ausdrücklich als Aufgabe angenommen. Tarnat verweist zudem auf persönliche Erfahrungen aus gemeinsamen Zeiten, die Vertrauen in Arbeitsweise und Charakter des Trainers schaffen.
Erfahrung aus allen Perspektiven
Dabrowski bringt reichlich Praxis mit. Als Verteidiger war er über Jahre in der Bundesliga unterwegs, später folgten verantwortungsvolle Aufgaben im Nachwuchsbereich von Hannover 96. In einer schwierigen Phase übernahm er dort auch die Profimannschaft. Zuletzt arbeitete er mehrere Spielzeiten als Cheftrainer bei Rot-Weiss Essen und kennt die 3. Liga samt ihrer besonderen Dynamik aus nächster Nähe.
Klare Worte zum Amtsantritt
Der 47-Jährige wählt einen bodenständigen Ton. Er verspreche keine Wunder, betont er, sondern Einsatz, Ehrlichkeit und Kampfgeist. „Wir werden gemeinsam die Ärmel hochkrempeln und das tun, was jetzt zählt: kämpfen“, sagte Dabrowski bei seiner Vorstellung. Es gehe darum, schnell eine Verbindung zur Mannschaft aufzubauen und den Spielern Vertrauen zu geben.
Fokus auf Köpfe und Haltung
In den kommenden Tagen liegt der Schwerpunkt auf Kennenlernen und Klarheit. Abläufe sollen vereinfacht, der Druck aus den Köpfen genommen werden. Die Botschaft ist eindeutig: Jeder wird gebraucht, jeder trägt Verantwortung. Dann soll der Funke auch von den Rängen überspringen.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass dieser Wechsel weniger ein Neuanfang mit großen Versprechen ist als ein Schritt zurück zu den Grundlagen. Ob dieser Ansatz trägt, wird sich rasch zeigen, doch die Richtung ist vorgegeben.
