Start News Dramatische Schlussphase: Waldhof rettet knappen Erfolg gegen Ulm

Dramatische Schlussphase: Waldhof rettet knappen Erfolg gegen Ulm

Der SV Waldhof Mannheim musste gegen den SSV Ulm 1846 Fußball bis zur letzten Sekunde leiden, brachte den Heimsieg aber über die Zeit. Zwei starke Momente vor der Pause reichten, weil Ulm in einer dramatischen Schlussphase mehrfach am Ausgleich scheiterte.

Frühe Vorteile für Mannheim, Ulm bleibt zunächst harmlos

Vor gut gefüllten Rängen im Carl-Benz-Stadion erwischten die Gastgeber den besseren Start. Mannheim suchte schnell den Weg nach vorne und setzte erste Nadelstiche. Ulm hielt dagegen, blieb im letzten Drittel aber lange zu ungenau. Eine skurrile Szene um Torwart Thijmen Nijhuis und Ulms Angreifer Dennis Chessa sorgte kurz für Aufsehen, echte Gefahr entstand daraus jedoch nicht.

Effizienz vor der Pause entscheidet die Partie

Kurz vor dem Seitenwechsel zeigte Mannheim, wie es gehen kann. Nach einem öffnenden Pass tauchte Felix Lohkemper frei vor dem Ulmer Tor auf, umkurvte Keeper Max Schmitt und traf aus der Distanz ins leere Tor. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte legte Kushtrim Asallari nach, erneut eingeleitet durch starkes Umschaltspiel. Mannheim ging mit einem komfortablen 2:0 Vorsprung in die Kabine, Ulm musste sich steigern.

Ulm kommt zurück und wittert seine Chance

Nach dem Wiederanpfiff änderte sich das Bild. Die Gäste erhöhten den Druck, hielten den Ball länger in den eigenen Reihen und wurden mutiger. Der verdiente Lohn folgte nach gut einer Stunde, als Max Brandt aus der zweiten Reihe traf und die Partie wieder offen machte. Spätestens jetzt war klar, dass Mannheim kein ruhiger Nachmittag bevorstand.

Platzverweis bringt Unruhe ins Spiel

Die ohnehin angespannte Schlussphase bekam eine zusätzliche Wendung. Nach einem Gerangel sah Mannheims Verteidiger Niklas Hoffmann die Rote Karte. Schiedsrichter Tom Bauer griff hart durch, nachdem es offenbar zu einer verbalen Entgleisung gekommen war. Ulm nutzte die Überzahl und warf alles nach vorne.

Latte, Rettung auf der Linie und viel Zittern

In den letzten Minuten drängten die Gäste auf den Ausgleich. Chessa verfehlte per Kopf nur knapp, Dennis Dressel scheiterte zunächst an einer Rettungstat von Oluwaseun Ogbemudia, dann an der Latte. Mannheim verteidigte mit Glück und Einsatz, Ulm fehlten Zentimeter.

Stimmen und Einordnung

Nach Abpfiff überwog bei Mannheim die Erleichterung. Der Sieg bringt den Anschluss an die obere Tabellenhälfte, auch wenn die Schlussphase zeigte, wie schmal der Grat war. Ulm bleibt trotz der Niederlage auf einem Abstiegsrang, präsentierte sich jedoch konkurrenzfähig und kämpferisch. Besonders die Reaktion nach dem Rückstand dürfte Mut für die kommenden Aufgaben machen.

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