Start Vereine Energie Cottbus Spätes Tor aberkannt: Energie Cottbus hadert nach Remis gegen Waldhof Mannheim

Spätes Tor aberkannt: Energie Cottbus hadert nach Remis gegen Waldhof Mannheim

Ein später Jubelschrei erstickt im Pfiff des Schiedsrichters: Energie Cottbus wähnt sich bereits als Sieger, doch am Ende steht nur ein Unentschieden. Die umstrittene Szene in der Nachspielzeit überschattet ein intensives Duell gegen Waldhof Mannheim und lässt Spieler wie Fans ratlos zurück.

Dramatisches Finish im Stadion der Freundschaft

Es läuft bereits tief in der Nachspielzeit, als sich im Stadion der Freundschaft alles zuspitzt. Nach einer Ecke steigt der Ball hoch in den Strafraum, klatscht an die Unterkante der Latte und springt von dort nach unten. Für viele scheint klar: Der Ball war hinter der Linie, der Torhüter steht bereits dahinter. Die Cottbuser reißen die Arme hoch.

Doch statt des erlösenden Treffers folgt Unsicherheit. Schiedsrichter Uhrig zögert, blickt zu seinem Assistenten. Der signalisiert, dass der Ball nicht vollständig im Tor gewesen sei. Weiterspielen. Kein 2:1. Kein Last-Minute-Sieg. Die Empörung ist sofort greifbar. Spieler protestieren, die Ränge reagieren fassungslos. Eine Szene, die dem Spiel eine neue Dynamik verleiht und noch lange diskutiert werden dürfte.

Starker Beginn, fehlende Konsequenz

Dabei hatte alles vielversprechend begonnen. Früh nutzte Henry Rorig einen Fehler in der Mannheimer Defensive und traf aus spitzem Winkel sehenswert zur Führung. Energie wirkte wach, entschlossen und kontrollierte über weite Strecken das Geschehen. Doch mit zunehmender Spieldauer schlichen sich Ungenauigkeiten ein. Im Mittelfeld fehlte zeitweise die Präzision, was dem Gegner Räume eröffnete. Mannheim blieb dadurch im Spiel und lauerte auf seine Chance.

Der Ausgleich aus der Distanz

Diese Chance kam im zweiten Durchgang. Sanoussy Ba fasste sich aus großer Entfernung ein Herz, sein Schuss wurde durch das Aufspringen des Balls zusätzlich tückisch und landete im unteren Eck. Der Ausgleich stellte den Spielverlauf auf den Kopf und gab den Gästen neuen Auftrieb. Cottbus versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen, erspielte sich weitere Möglichkeiten, ließ jedoch die nötige Effizienz vermissen. Das Spiel blieb offen, die Spannung stieg mit jeder Minute. Auch Mannheim hatte gute Chancen und einige Möglichkeiten das Spiel sogar zu drehen.

Unterzahl und wilder Schlussspurt

Kurz vor dem Ende musste Mannheim nach einer Gelb-Roten Karte in Unterzahl weitermachen. Energie witterte seine Gelegenheit und erhöhte den Druck. Chancen häuften sich in der Nachspielzeit, doch Thijmen Nijhuis parierte mehrfach stark. Dann kam diese eine Szene. Ecke. Latte. Linie. Jubel. Diskussion. Weiterspielen.

In den Wiederholungen wirkt es eindeutig. Auf dem Platz fiel die Entscheidung anders aus. Ein Moment, der aus sportlicher Dramatik einen Streitfall machte.

Punktgewinn mit bitterem Beigeschmack

Am Ende bleibt ein Unentschieden, das über neunzig Minuten hinweg für beide Mannschaften verdient wirkt. Energie Cottbus bleibt im Aufstiegsrennen präsent und überzeugt weiterhin mit Konstanz. Die Mannheimer knüpften an die Leistung der vergangenen beiden Spiele an und holten sich einen verdienten Punkt. Die Moral und der Einsatz stimmten auf beiden Seiten.

Doch dieser Abend wird nicht wegen des Punktes in Erinnerung bleiben, sondern wegen der Frage, die über allem steht: War der Ball drin oder nicht? Eine Entscheidung, die möglicherweise mehr Einfluss hat, als es das nackte Ergebnis vermuten lässt.

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