Ein Moment der Unachtsamkeit hat dem Heimspiel des FC Hansa Rostock eine unschöne Wendung gegeben. Noch bevor die zweite Hälfte angepfiffen war, wurde ein Assistent des Schiedsrichterteams von einem Schneeball getroffen. Nun drohen dem Verein sportrechtliche Konsequenzen.
Unerwarteter Zwischenfall kurz vor Wiederbeginn
Es war alles vorbereitet für die zweite Halbzeit im Ostseestadion. Die Mannschaften standen bereit, das Schiedsrichtergespann hatte seine Positionen eingenommen. Während der Kontrolle der Tornetze wurde Assistent Kadir Yagci plötzlich am Hinterkopf von einem Schneeball getroffen, geworfen aus dem Zuschauerbereich, wie aus einem Bericht der „Bild“ hervorgeht.
Der Vorfall ereignete sich unmittelbar vor dem Wiederanpfiff der Partie zwischen dem FC Hansa Rostock und dem VfL Osnabrück. Für einen kurzen Moment herrschte Irritation auf dem Rasen. Dann reagierte das Gespann.
Schiedsrichter greift ein
Schiedsrichter Assad Nouhoum unterbrach den Ablauf sofort und holte seinen Assistenten zu sich. Gemeinsam begaben sie sich in Richtung der Rostocker Ersatzbank, um die Situation zu klären. Ruhe kehrte erst langsam ein. Vom Deutschen Fußball Bund hieß es später, „der Betroffene sah sich in der Lage, die Spielleitung fortzusetzen, sodass die Partie nach wenigen Minuten wieder angepfiffen werden konnte“.
Yagci versorgte sich an der Seitenlinie, wischte sich den Schnee vom Kopf und kehrte anschließend auf seine Position zurück. Über die Stadionlautsprecher wurde währenddessen zur Besonnenheit aufgerufen. Mit leichter Verzögerung konnte die Begegnung schließlich fortgesetzt werden.
Mögliche Konsequenzen für Hansa
Auch wenn die Partie sportlich ohne weitere Zwischenfälle weiterlief, könnte das Nachspiel erst beginnen. Der Vorfall wurde im offiziellen Spielbericht vermerkt. Damit liegt er nun bei den zuständigen Gremien. Der DFB stellte klar, dass sich die verantwortlichen Instanzen mit dem Geschehen befassen werden. Für Hansa Rostock bedeutet das vermutlich eine erneute Geldstrafe. Solche Aktionen aus dem Zuschauerraum gelten als unsportlich und fallen in den Verantwortungsbereich des Heimvereins.
Ein Signal an die Fans
In den vergangenen Wochen war immer wieder zu beobachten, wie einzelne Vorfälle die Aufmerksamkeit vom Sport ablenken. Auch dieser Schneeballwurf reiht sich in jene Momente ein, die einem Verein mehr schaden als nutzen. Am Ende blieb es bei einer kurzen Unterbrechung. Doch die Bilder zeigen, wie schnell eine aufgeheizte Stimmung kippen kann. Für die Verantwortlichen in Rostock dürfte klar sein, dass solche Szenen künftig vermieden werden müssen, um sportliche und finanzielle Nachteile abzuwenden.
