Start News Statement-Sieg gegen RWE: Osnabrück klettert auf Rang drei und träumt weiter

Statement-Sieg gegen RWE: Osnabrück klettert auf Rang drei und träumt weiter

Der VfL Osnabrück hat im Aufstiegsrennen ein dickes Ausrufezeichen gesetzt. Gegen Rot-Weiss Essen lieferte das Team im eigenen Stadion eine reife Vorstellung ab und belohnte sich mit einem klaren Sieg. Der Lohn: Osnabrück mischt ganz oben mit und darf den Blick Richtung 2. Liga noch ein Stück mutiger nach vorn richten.

Klarer Heimsieg, großer Sprung in der Spitzengruppe

Mit dem verdienten Erfolg gegen den direkten Konkurrenten aus Essen hat der VfL nicht nur drei Punkte eingesammelt, sondern auch in der Tabelle Boden gutgemacht. Weil Verl zeitgleich in Aachen verlor, kletterten die Niedersachsen sicher auf Rang drei. Und es könnte sogar noch besser aussehen: Sollte Energie Cottbus in Aue nicht gewinnen, würde Osnabrück nach dem Spieltag bis auf Platz zwei vorrücken und dabei punktgleich mit dem Spitzenreiter MSV Duisburg sein.

Serie hält, Aufstieg bleibt das große Thema

Der Trend passt zur Stimmungslage: Osnabrück ist seit mehreren Spielen ohne Niederlage, die jüngsten Wochen brachten eine Mischung aus Siegen und Unentschieden, aber vor allem Stabilität. Trainer Timo Schultz hatte zuletzt offensiv formuliert, wohin die Reise gehen soll. Nach dem Spiel gegen Essen klang er jedoch bewusst etwas nüchterner und richtete den Fokus auf die Belastung der kommenden Tage: „Wir gehen jetzt in eine Englische Woche mit drei Spielen in sieben Tagen, danach sind wir schlauer. Aber ich bin mir sicher, dass es in der 3. Liga bis zum Ende ganz eng bleiben wird“, so der Coach nach der Partie gegenüber dem „NDR„.

Zäher Fight auf schwierigem Platz, dann der Doppelschlag

Auf dem Platz war es lange das erwartete Duell zweier Teams auf Augenhöhe. Intensiv, umkämpft, dazu ein Geläuf, das eher Arbeit als Fußballfest versprach. Schultz stellte Ismail Badjie wieder in die Startelf und der junge Offensivmann zahlte das Vertrauen zurück. Kurz vor der Pause fiel die Führung: Badjie blieb nach einer starken Vorarbeit von Robin Meißner wach und verwertete, nachdem er zuvor bereits mehrfach am Essener Schlussmann gescheitert war. Essen hatte seinerseits Chancen, kam sogar zu Möglichkeiten, die ein anderes Spiel hätten einleiten können, doch VfL-Keeper Lukas Jonsson hielt sein Team mit mehreren starken Paraden im Spiel.

Müller trifft nach der Ecke, Pröger macht den Deckel drauf

Nach dem Seitenwechsel wirkte Osnabrück entschlossener, zog das Tempo an und bekam das Spiel zunehmend in den Griff. Der zweite Treffer fiel nach einer unübersichtlichen Standardszene: Jannik Müller stand richtig und setzte den Ball präzise ins lange Eck. Essen brauchte danach spürbar, um wieder Zugriff zu finden. Als die Gäste noch einmal drückten, war erneut Jonsson zur Stelle und entschärfte eine heikle Doppelchance. In der Nachspielzeit sorgte Kai Pröger schließlich für die endgültige Entscheidung, das Stadion war da längst im Aufstiegsmodus.

Englische Woche als nächster Härtetest

Viel Zeit zum Feiern bleibt allerdings nicht. Osnabrück steht vor einer intensiven Phase mit mehreren Partien in kurzer Abfolge, darunter eine Reise nach Aue sowie weitere Aufgaben in den folgenden Tagen. Sportdirektor Joe Enochs brachte die Entwicklung grundsätzlich auf den Punkt, ohne ins Schwärmen abzudriften: „Ich war mir sicher, dass wir eine gute Rolle spielen würden. Dass es so gut läuft, konnte aber keiner ahnen.“

Am Ende zeigt dieser Nachmittag vor allem eins: Der VfL gewinnt nicht nur Spiele, er gewinnt gerade auch Überzeugung und das ist in dieser engen 3. Liga oft die halbe Miete. Entscheidend wird nun, ob die Mannschaft die Energie und Konzentration durch die kommenden Belastungswochen trägt. Wenn ja, bleibt Osnabrück nicht nur „oben mit dabei“, sondern wird zum echten Kandidaten für den Sprung nach oben.

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