Start News „Das war eines unserer besten Spiele“: Waldhof mit Ausrufezeichen vor Duisburg

„Das war eines unserer besten Spiele“: Waldhof mit Ausrufezeichen vor Duisburg

Waldhof Mannheim nimmt aus dem Unentschieden in Hoffenheim mehr mit als nur einen Punkt. Vor dem Heimspiel gegen den MSV Duisburg richtet sich der Blick in Mannheim weniger auf die Tabelle, sondern stärker auf die eigene Leistung. Gerade darin liegt vor dem nächsten Härtetest neue Zuversicht.

Ein Auftritt, der Mut macht

Rein tabellarisch hat sich für Waldhof Mannheim nach dem Remis bei der zweiten Mannschaft der TSG Hoffenheim wenig verändert. Der Klub bleibt im wenig spektakulären Mittelfeld der 3. Liga, ohne unmittelbaren Druck nach unten und ohne echten Anschluss an die vorderen Plätze.

Und doch fühlte sich dieser Abend anders an als ein gewöhnliches Unentschieden. Weil Mannheim über weite Strecken die aktivere, zielstrebigere und spielbestimmende Mannschaft war. Weil die Mannschaft auch nach dem Rückstand nicht den Faden verlor. Und weil sie sich kurz vor Schluss immerhin noch für ihren Aufwand belohnte.

Holtz sieht einen der stärksten Auftritte der Saison

Besonders deutlich wurde das in der Analyse von Trainer Luc Holtz. Für ihn war der Auftritt seiner Mannschaft weit mehr als nur solide. „Das war für mich eine der besten Saisonleistungen, wenn nicht sogar die beste“, erklärte der Waldhof-Coach nach der Partie bei Magenta Sport.

Vor allem die Art und Weise, wie Mannheim nach vorne spielte, gefiel dem Trainer. Seine Mannschaft erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, drängte Hoffenheim phasenweise tief in die eigene Hälfte und hielt den Druck auch nach dem Seitenwechsel hoch. Aus Sicht von Holtz spiegelte das Ergebnis deshalb nur unvollständig wider, wie klar seine Mannschaft das Spiel phasenweise prägte.

Dass am Ende dennoch kein Sieg heraussprang, hatte für ihn vor allem einen Grund: die Chancenverwertung. Mannheim habe sich nach seiner Einschätzung zu spät belohnt und es versäumt, mit einem zweiten Treffer für klare Verhältnisse zu sorgen.

Der späte Ausgleich als verdienter Lohn

Lange sah es dennoch danach aus, als würde Waldhof für den hohen Aufwand leer ausgehen. Hoffenheim II hatte vorgelegt und verteidigte die knappe Führung bis tief in die Nachspielzeit. Erst ganz spät fiel der Ausgleich, als Vincent Thill mit einem Abschluss aus kurzer Distanz den verdienten Treffer zum 1:1 erzielte.

Es war ein Tor, das weniger wie ein glücklicher Schlusspunkt wirkte, sondern eher wie die späte Korrektur eines Spielverlaufs, in dem Mannheim deutlich mehr investiert hatte. Gerade in solchen Momenten zeigt sich oft, wie eine Mannschaft intern auftritt, ob sie hadert oder weiter an sich glaubt. Waldhof entschied sich für die zweite Variante.

Auch Hoffenheim erkennt Mannheims Druck an

Trotz des späten Gegentreffers überwog auf Hoffenheimer Seite nicht nur Enttäuschung. Trainer Stefan Kleineheismann sprach zwar offen darüber, dass sich das Ergebnis unmittelbar nach Abpfiff bitter anfühle, weil der Ausgleich erst kurz vor dem Ende fiel. Gleichzeitig lobte er den Einsatz seiner Mannschaft und räumte ein, dass Waldhof offensiv immer wieder gefährlich wurde.

Damit lieferte auch die Gegenseite eine Bestätigung für den Eindruck des Spiels: Mannheim machte Druck, blieb präsent und verlangte dem Gegner über lange Strecken viel ab. Hoffenheim hielt mit Einsatz und Leidenschaft dagegen, konnte die Angriffe aber nicht dauerhaft vom eigenen Tor fernhalten.

Gegen Duisburg wartet nun ein anderes Kaliber

Für Waldhof kommt dieses Signal zum richtigen Zeitpunkt. Denn mit dem MSV Duisburg steht nun ein Gegner bevor, der in ganz anderen Tabellenregionen unterwegs ist und weiter nach oben schielt. Das Heimspiel dürfte deutlich mehr Aufmerksamkeit bekommen als die Partie in Hoffenheim, auch weil es sportlich richtungsweisender wirkt.

Mannheim geht zwar nicht als Favorit in dieses Duell, aber mit einem Auftritt wie zuletzt darf sich die Mannschaft durchaus etwas ausrechnen. Entscheidend wird sein, ob sie die Spielfreude und Präsenz aus Hoffenheim erneut auf den Platz bringt und diesmal konsequenter mit ihren Chancen umgeht. Genau darin liegt der Unterschied zwischen einem respektablen Auftritt und einem wirklich großen Ergebnis.

Selbstvertrauen statt Stillstand

Das Remis verändert die Lage in der Tabelle kaum, in der Stimmung innerhalb der Mannschaft könnte es aber durchaus Wirkung entfalten. Solche Spiele sind oft mehr wert, als es ein nüchterner Blick auf das Resultat vermuten lässt. Mannheim hat gezeigt, dass die Mannschaft intakt ist, Lösungen im Ballbesitz findet und auch in schwierigen Phasen nicht auseinanderfällt.

Nun geht es darum, diesen Eindruck zu bestätigen. Gegen Duisburg wird sich zeigen, ob aus einem guten Gefühl auch neue Stabilität wachsen kann. Die Grundlage dafür hat Waldhof zuletzt gelegt.

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