Der Insolvenzverwalter der Chemnitzer Klaus Siemon fordert von der Politik, dass der Sportausschuss des Bundestages das Thema „Unterstützung für die 3. Liga“ in die Hilfsprogramme aufnimmt.
Wie es in Zukunft in der 3. Liga weitergehen wird, da scheiden sich derzeit die Geister. Während es vom Staat Hilfsprogramme für gefährdete Unternehmen gibt, bleibt der Sport auf der Strecke, speziell die 3. Liga fand bisher keine Berücksichtigung. Nun hat sich der Insolvenzverwalter der Chemnitzer Klaus Siemon zu der aktuellen Situation geäußert und fordert von der Politik, auch in der 3. Liga den Raum für vielfältige Unterstützung zu schaffen.
„Es muss andere Lösungen als Insolvenzen geben„
Siemon hat auch klare Vorstellungen davon, wie der Staat den Vereinen unter die Arme greifen könnte und sagt in einem Interview gegenüber der „Bild„: „Wenn der Zustand, der zum Ausschluss von Zuschauern führt, absehbar nicht zu korrigieren ist, muss der Staat auch für diese Unternehmen mit Hilfen einspringen. Da muss sich die Politik jetzt stark machen, dass die KfW-Bank Kreditformen (800 000 Euro/ab 50 Mitarbeiter/d.Red.) anpasst. Die Vereine der 3. Liga unterliegen einer besonderen Kostenstruktur. Die ist mit denen in der 1. und 2. Bundesliga nicht vergleichbar.“
Auch sagt er, dass „eine Veranstaltung ohne Zuschauer für Profisportvereine ein immenser Eingriff in die Berufsfreiheit ist. Hier muss es andere Lösungen als Insolvenzen geben.“ Womöglich könnten sich alle Vereine mit Geisterspielen arrangieren, sofern es einen Solidarfonds gäbe, der die fehlenden Zuschauereinnahmen kompensiert. Diese gibt es jedoch noch nicht. Das hat zur Folge, dass Vereine wie z.B. der 1.FC Kaiserslautern, die hohe Zuschauereinnahmen für die Saison eingeplant haben und darauf angewiesen sind, ohne diese wirtschaftlich kaum überleben könnten.
