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Selim Gündüz schießt gegen seinen Ex-Verein Uerdingen

Zwischen dem KFC Uerdingen und Spielern kommt es immer wieder zu Streitereien, welche meistens vor dem Arbeitsgericht enden. Selim Gündüz wundert das nicht und findet harte Worte.

Bereits gestern haben wir darüber geschrieben, dass dem Verein laut Informationen von „transfermarkt.de“ eine Kontopfändung droht. In einem Interview mit dem „Reviersport“ äußert sich nun der ehemalige Spieler Selim Gündüz dazu und zeigt sich ganz und gar nicht verwundert darüber: „Ich habe vor dem Arbeitsgericht Krefeld gewonnen. Die Zahlung sollte erfolgen und ist nicht erfolgt. Es kann gut sein, dass die Konten des KFC bald gepfändet werden.“ Weiter sagt er: „Es kann ja wirklich nicht so weitergehen. In Deutschland gilt Recht und Ordnung, Gesetze und richterliche Beschlüsse zählen. Der KFC versucht aber scheinbar sich darüber hinwegzusetzen.“ Demnach sollen auch Spieler von einer ausstehenden Gehaltszahlung betroffen sein, welche aktuell für den KFC Uerdingen noch spielen.

Spieler sollen teilweise zwei Monate auf Gehalt warten

Die Spieler des KFC tun mir einfach leid. Ich habe jetzt auch nach unserem Spiel am Dienstag mit einigen Jungs gesprochen und die haben mir erzählt, dass sie zum Teil schon zwei Monate auf ihre Gehälter warten. Da frage ich mich, wie man einen Verein führen kann, wenn man seit Jahren nicht fähig ist, pünktlich und regelmäßig seinen Zahlungen nachzukommen?“, so der Angreifer, der im Sommer den Klub verlassen und sich dem Halleschen FC angeschlossen hat. „Wie oft stand der KFC schon wegen fehlender Gehaltszahlungen in der Presse, wie oft haben Spieler, Trainer, Mitarbeiter gegen den Klub vor dem Arbeitsgericht geklagt? Wie gesagt: Wenn man seinen Verpflichtungen nicht nachkommt, sollte man das Geschäft aufgeben.“

Gündüz zog es im Sommer 2019 vom SV Darmstadt 98 zum KFC Uerdingen, kann dort auf zwölf Einsätze zurückblicken. Ein Kapitel für ihn, was er womöglich schnell aus einem Gedächtnis streichen würde. Seine Aussage verwundert daher nicht: „Nach dem Rauswurf von Heiko Vogel hat man mich einfach links liegen gelassen. Ich bin kein Mensch, der sich an irgendjemanden rächen will oder dergleichen. Es war einfach kein respektvoller Umgang. Das war die schlimmste Zeit meines Lebens. Mental und psychisch. Ich habe mir auch professionelle Hilfe gesucht, weil mich das alles so fertig gemacht hat.“

Er geht sogar noch ein Stück weiter und spricht davon, dass mit ihm umgegangen sei, „wie mit einem Stück Scheiße.“ Letztlich kommt er zu dem Entschluss, dass er „niemanden raten“ würde, „zum KFC Uerdingen zu wechseln – für kein Geld der Welt.“