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TSV 1860 München: Präsident Reisinger äußert sich zur aktuellen Stadionthematik

Nach wie vor wartet man seitens der Stadt auf ein Gutachten des TSV 1860 München zur Stadionthematik. Nun äußert sich Präsident Robert Reisinger zu dem ganzen.

Der Geschäftsführer der Profifußball KGaA, Marc-Nicolai Pfeifer, erklärt, dass sich die Themenfelder weiterhin in einem dynamischen Prozess befinden und in enger Abstimmung mit den erforderlichen Gremien diskutiert werden. Gegenüber dem „Löwenmagazin“ sagte Reisinger, dass die KGaA eigenständig agiere und er sich als Vereinspräsident nicht in das Tagesgeschäft der KGaA einmische. Die Stadt wartet auf ein Gutachten zum Umbau des Grünwalder Stadions, das die KGaA in Auftrag gegeben hat. Präsident Reisinger erklärt, dass die Wahl der Spielstätte eine strategische Zukunftsfrage mit wirtschaftlichen und identitätsstiftenden Aspekten sei. „Aber auch Fragen zur Identität unseres Klubs. Das sorgt dafür, dass Diskussionen darüber unter Fans häufig besonders emotional und leidenschaftlich geführt werden„, so Reisinger.

Obergrenze für Besucherzahlen und mögliche rechtliche Herausforderungen

Die KGaA habe die Machbarkeit eines Umbaus durch Dritte geprüft, aber festgestellt, dass dies „ohne eine starke politische Kraft dahinter nicht realisierbar sein würde„. Die von der Stadt in Auftrag gegebene Studie sieht eine Obergrenze von 18.105 Besuchern vor, was für die Investoren und die KGaA nicht ausreichend ist. Ein möglicher Ausbau über diese Grenze hinaus könnte rechtliche Herausforderungen mit sich bringen, einschließlich möglicher „Klagen von Anwohnern gegen das Vorhaben, die im schlimmsten Fall sogar zu einem Erlöschen der kompletten Betriebserlaubnis führen könnten.

Diesem Risiko möchte die Stadt vorbeugen, daher soll ein eigenes Gutachten der KGaA eine baurechtlich fundierte Einschätzung liefern, um Handlungsoptionen aufzuzeigen. „Die Geschäftsführung ist ermächtigt, entsprechende Untersuchungen anzustellen“, heißt es abschließend.