Polizei ermittelt nach Fan-Krawallen gegen Aue-Vorstandsmitglied

Fan-Krawalle vor dem Sachsenpokal-Viertelfinale zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue ziehen Konsequenzen nach sich. Die Polizei ermittelt – auch gegen ein Vorstandsmitglied des Drittligisten Aue.

Am 22. März kam es vor dem Sachsenpokalspiel zwischen dem Chemnitzer FC und Erzgebirge Aue zu gewaltsamen Auseinandersetzungen rivalisierender Fangruppen. Bereits am Vormittag trafen sich vermummte Hooligans beider Lager nahe des Hauptbahnhofs Chemnitz zu einer verabredeten Schlägerei. Die Polizei griff ein, trennte die Gruppen mithilfe von Verstärkung und stellte rund 130 Personalien fest. Ein 21-Jähriger wurde verletzt, zwei Schlagringe sichergestellt.

Brisant: Auch Aue-Vorstand Jörg Püschmann befand sich laut einem Bericht der „Bild“ im Polizeikessel. Die Polizei bestätigt Ermittlungen gegen ihn wegen Landfriedensbruchs und Körperverletzung.

Aue-Vorstand als Schlichter? Verein verteidigt Püschmann nach Krawallen

Der Verein erklärt, Püschmann sei nicht in Gewalt verwickelt gewesen, sondern habe schlichtend eingreifen wollen „Vorstandsmitglied Jörg Püschmann kam zu besagtem Vorfall dazu, war in keinerlei Handgemenge involviert und betrachtet es als seine Aufgabe zu schlichten. In diesem Zusammenhang wurden die Personalien aufgenommen. Ein Zitat wird es zu einem laufenden Ermittlungsverfahren nicht geben“, heißt es in einer Stellungnahme gegenüber der „Bild“.

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