Der TSV 1860 München bereitet sich im Trainingslager in Belek intensiv auf die Rückrunde der dritten Liga vor. Während auf dem Winter-Transfermarkt bislang wenig Bewegung zu erwarten ist, richtet Trainer Markus Kauczinski den Fokus klar auf den bestehenden Kader. Besonders im Sturm spricht der Löwen-Coach offen Probleme an und findet dabei ungewöhnlich deutliche Worte für einen seiner Angreifer.
Keine schnellen Winter-Transfers bei den Löwen
Aktuell deutet vieles darauf hin, dass TSV 1860 München in der Winterpause auf Verstärkungen verzichten wird. Kauczinski sieht kaum realistische Optionen: „Ich sehe nicht diese kurzfristige, günstige Lösung.“ Leistungsstarke Spieler seien im Winter schwer zu bekommen und entsprechend teuer. Sollte sich keine unerwartete Gelegenheit ergeben, dürfte der Kader unverändert bleiben.
Wunschposition klar: ein Stürmer
Ein möglicher Neuzugang käme – wenn überhaupt – nur für den Angriff infrage. Hintergrund ist der Ausfall von Sigurd Haugen, der mit einem Kieferbruch noch mehrere Wochen fehlt. Im Mittelfeld sieht Kauczinski hingegen wenig Handlungsbedarf. Dort verweist er auf erfahrene Kräfte wie Thore Jacobsen und Philipp Maier sowie auf junge Alternativen. Selbst eine defensive Umfunktionierung, etwa von Max Reinthaler, sei denkbar.
Konkurrenz im Sturm – aber keine Zufriedenheit
Zum Rückrundenstart könnten mit Florian Niederlechner, Patrick Hobsch und Justin Steinkötter drei klassische Neuner zur Verfügung stehen. Dennoch mahnt Kauczinski: „Vorne müssen wir mehr suchen“, heißt es in einem aktuellen Bericht der „AZ“. Es fehle nicht nur ein Spielertyp wie Haugen, sondern auch Konstanz.
Deutliche Kritik an Justin Steinkötter
Besonders auffällig ist die öffentliche Kritik an Steinkötter, ein Novum unter Kauczinski. „Im Sturm wünsche ich mir natürlich, dass Steinkötter explodiert“, erklärte der Trainer, legte aber nach: „Er hat in der Dritten Liga noch keine Fußspuren hinterlassen.“ Zwar stimme der Einsatz, doch in entscheidenden Momenten habe der 26-Jährige bislang nicht überzeugt. „Da muss er schon zulegen. Der erste Schritt muss mehr von ihm kommen, als von mir.“
Spielerprofil: Justin Steinkötter
- Alter: 26
- Position: Mittelstürmer
- Vorheriger Verein: TSV Steinbach
- Stärken: Laufbereitschaft, Physis
- Baustellen: Durchsetzungsvermögen, Abschlusskonstanz in Liga3
Hoffnung trotz klarer Worte
Abgeschrieben ist Steinkötter dennoch nicht. Kauczinski betont: „Natürlich habe ich Hoffnung, dass da noch irgendetwas herauswächst.“ Bis zum Ligastart gegen Essen am 17. Januar will der Coach die beste Lösung gefunden haben, auch ohne Transferhilfe. Ob Sportchef Manfred Paula doch noch einen Winter-Coup landet, bleibt offen.
