Mit der Verpflichtung von Tyger Lobinger hat der MSV Duisburg in der Winterpause ein klares Signal gesetzt. Der Drittligist erhofft sich von dem 26-jährigen Stürmer nicht nur Tore, sondern auch Präsenz, Mentalität und körperliche Durchschlagskraft. Lobinger selbst weiß um die hohen Erwartungen und nimmt diese Herausforderung bewusst an.
Früher Kontakt, klare Entscheidung für den MSV
Der Wechsel von Viktoria Köln zum Ligakonkurrenten MSV Duisburg kam für Lobinger nicht aus dem Nichts. Bereits im Sommer hatten die Meidericher ihr Interesse hinterlegt. Als sich beide Teams am 21. Dezember im direkten Duell gegenüberstanden, war der Austausch längst intensiv. Eine ungewöhnliche Situation für einen Profi, der noch im Trikot seines alten Vereins auflief. Lobinger beschreibt diesen Abend rückblickend mit klaren Worten und sagt gegenüber der „NRZ“: „Ich habe im letzten Spiel die Wucht des MSV gespürt.“
Gemeint sind nicht nur die sportliche Qualität, sondern auch die Atmosphäre rund um den Klub. Trotz des 0:0 ging der Eindruck des Gegners nicht verloren. Für Lobinger war klar: Diese Mischung aus Emotionen, Fans und Ambitionen passt zu ihm.
Zielsetzung: Erfolgreich bleiben in der dritten Liga
Beim MSV Duisburg trifft Lobinger auf eine Mannschaft, die in der aktuellen Saison der dritten Liga oben mitmischt. 34 Punkte stehen aktuell zu Buche. Die interne Zielmarke ist bekannt. Lobinger kommentiert das mit einem Augenzwinkern: „Ich habe mal gehört, dass das Ziel 45 Punkte sind.“
Für einen ehrgeizigen Spieler sei es selbstverständlich, diesen Kurs mitzugehen. Gerade im Hinblick auf das Wiedersehen mit Viktoria Köln am letzten Spieltag im Mai könnte es noch um viel gehen, dann allerdings im Zebra-Trikot.
Kopfballstärke, Physis und Mentalität als Pluspunkte
Trainer Dietmar Hirsch erwartet von seinem Neuzugang vor allem eines: Wucht im Sturmzentrum. Mit seinen 1,92 Metern bringt Lobinger dafür ideale Voraussetzungen mit. Der Angreifer sieht sich selbst bestens für diese Rolle gerüstet: „Das Luftspiel ist eine meiner Stärken. Dazu kommen Mentalität und Physis.“
Er betont zudem, dass ein moderner Stürmer nicht allein über Tore definiert wird. Vorlagen, Laufwege und das Öffnen von Räumen seien ebenso entscheidend. Sein Credo: „Wenn man die Siege holt, ist es am Ende egal, wer die Tore macht.“
Zahlen, Druck und große Erwartungen
Statistisch bringt Lobinger Erfahrung und Nachweise mit: 60 Einsätze in der 2. Bundesliga sowie 24 Treffer in 54 Spielen der dritten Liga sprechen für sich. Dennoch ist ihm bewusst, dass der MSV zuletzt keinen konstanten Torjäger etablieren konnte. Der Erwartungsdruck ist entsprechend hoch, ein Druck, den Lobinger gerne annimmt.
