Der SV Waldhof Mannheim ist mit intensiver Arbeit ins neue Fußballjahr gestartet. Während sich die Mannschaft im Trainingslager an der Türkischen Riviera auf die Rückrunde in der 3. Liga vorbereitet, sorgt abseits des Platzes weiterhin die Personalie Kennedy Okpala für Diskussionen. Der Verein hat einen Anwalt eingeschaltet, um die vertragliche Situation prüfen zu lassen.
Der Fokus liegt auf der Rückrunde in der 3. Liga.
Bei angenehmen 18 Grad und guten Platzbedingungen absolvieren die Profis in Lara täglich zwei intensive Trainingseinheiten. Cheftrainer Luc Holtz legt dabei großen Wert auf Ballarbeit, Athletik und Ausdauer. Müßiggang ist im sechstägigen Trainingsblock nicht vorgesehen, Konzentration und Wettbewerb prägen den Alltag. Torhüter Thijmen Nijhuis brachte die Haltung der Mannschaft gegenüber der Causa Okpala nüchtern auf den Punkt und sagt gegenüber dem „Mannheimer Morgen„: „Wir als Mannschaft freuen uns für Kenny und wünschen ihm alles Gute.“ Alles Weitere sei Sache der Vereine. Ein klares Zeichen dafür, dass Spieler und Club das Thema unterschiedlich bewerten.
Okpalas Vertrag wird juristisch überprüft.
Der SV Waldhof Mannheim hatte bereits klargestellt, den Wechsel Okpalas zum SC Paderborn nicht kommentarlos hinnehmen zu wollen. Geschäftsführer Sport Gerhard Zuber erklärte: „Es ist so, dass wir das jetzt natürlich juristisch prüfen.“ Weitere Aussagen seien aktuell nicht möglich. Okpalas Anwalt Horst Kletke sieht die Lage hingegen eindeutig. Die Ausstiegsklausel gelte für den Winter und sein Mandant sowie der Zweitligist hätten korrekt gehandelt. Eine Rückkehr nach Mannheim schloss er kategorisch aus: „Nein, einen solchen Rückweg wird es nicht geben. Und Kenny möchte auch nicht zurück.“
Ersatzsuche? Waldhof bleibt gelassen.
Trotz der Unsicherheit hält der SVW Ausschau nach möglichen Alternativen. Zuber betont jedoch, dass auch junge Spieler aus dem eigenen Kader eine Chance erhalten sollen. Die Transferaktivitäten in der 3. Liga seien insgesamt sehr dynamisch. Sportlich stand im Trainingslager ein hochkarätiger Test an. Gegen den serbischen Spitzenclub Roter Stern Belgrad unterlagen die Mannheimer zwar mit 0:2, präsentierten sich aber phasenweise auf Augenhöhe. Die Treffer erzielten Nemanja Radonjić und Aleksandar Katai.
Positiv auffielen unter anderem Felix Lohkemper, Neuzugang Oluwaseun Ogbemudia. Auch Arianit Ferati und Nachwuchsspieler Denis Kryeziu hinterließen einen starken Eindruck.
