Der 1. FC Saarbrücken steht vor einer der wichtigsten Entscheidungen seiner Vereinsgeschichte. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstagabend in der Saarlandhalle wird ein neuer Aufsichtsrat gewählt, dessen Entscheidung enorme Bedeutung für die sportliche und wirtschaftliche Zukunft des Drittligisten hat. Eine prominente Stimme hat sich nun eindeutig positioniert: Manager-Legende Reiner Calmund.
Der 77-Jährige ist seit vielen Jahren eng mit dem Saarland verbunden und pflegt sowohl zum 1. FC Saarbrücken als auch zur SV Elversberg einen guten Draht. Entsprechend aufmerksam verfolgt Reiner Calmund die aktuelle Entwicklung beim FCS und macht keinen Hehl aus seiner Empfehlung.
Das „Drei-K“-Modell als Grundlage
Calmund bringt seine Sicht auf den Punkt und erklärt sein bevorzugtes Modell. Gegenüber der „Bild“ sagt er: „Es geht um Kompetenz, Konzept und Kapital, ohne läuft es nicht im Fußball und auch woanders nicht.“ Damit formuliert er klare Anforderungen an die künftige Vereinsführung in der dritten Liga, in der Professionalität und finanzielle Stabilität immer wichtiger werden.
Positive Eindrücke von Faninitiative und Kandidaten
Intensiv hat sich Calmund mit der Kandidatenliste sowie den Vorschlägen der Faninitiative „Zukunft Blau-Schwarz“ beschäftigt. Diese empfiehlt unter anderem Noch-Präsident Hartmut Ostermann, die Unternehmer Daniel Hager, Matthias Bruch und Philipp Groß, dazu Stefan Kinn, Niklas Quint sowie Oliver Strauch.
Calmund berichtet: „Ich hatte Mitte Oktober auf Wunsch der Fanvertreter ein Gespräch über die Position der Blau-Schwarzen und war begeistert. Das habe ich damals auch umgehend Hartmut Ostermann mitgeteilt.“
Lob für ausgewogene Zusammensetzung
Nach eigener Aussage zeigt sich für Calmund „ein sehr positives Bild“. Besonders hebt er hervor, dass das Gremium fachlich breit aufgestellt sei und unterschiedliche Kompetenzen vereine. „Die Zusammenstellung ist sicher nicht einfach gewesen, aber sie wirkt durchdacht und trägt unterschiedliche Kompetenzen zusammen, die der Verein dringend braucht.“
Schlüsselrolle des Aufsichtsrats
Für Calmund ist klar: Der neue Aufsichtsrat übernimmt eine zentrale Funktion, da er den hauptamtlichen Vorstand, insbesondere den Fußballvorstand, bestellt. „Diese Aufgaben müssen professionell und hauptamtlich erledigt werden, nicht nebenbei und nicht ehrenamtlich.“
Dass Hartmut Ostermann weiterhin Verantwortung übernehmen möchte, bewertet er äußerst positiv: „Ich bin absolut happy darüber. Er ist aus meiner Sicht ein absoluter Gewinn für den Verein.“
Fazit: Gute Basis für die Zukunft in der dritten Liga
Am Ende zieht Calmund ein klares Resümee: „Unterm Strich wäre der Aufsichtsrat so aus meiner Sicht sehr gut besetzt.“ Die Mischung aus Erfahrung, Kapitalstärke, Management-Know-how und Vereinsnähe sei ideal, um den FCS strukturell weiterzuentwickeln und langfristig in der 3. Liga, oder darüber hinaus, konkurrenzfähig aufzustellen.
