Der FC Hansa Rostock ist mit einem echten Statement in die Rückrunde der dritten Liga gestartet. Der späte 2:1-Erfolg gegen Erzgebirge Aue unterstrich nicht nur die Ambitionen im Aufstiegsrennen, sondern rückte einmal mehr einen Spieler ins Rampenlicht: Ryan Naderi. Der Stürmer entschied die Partie mit der letzten Aktion, passender hätte der Auftakt kaum verlaufen können.
Last-Minute-Tor nach Jubiläums-Choreografie
Schon vor dem Anpfiff herrschte im Ostseestadion Ausnahmezustand. Die Fans feierten den 60. Vereinsgeburtstag mit einer beeindruckenden Choreografie, ehe Naderi sportlich nachlegte. Auch wenn der Angreifer zuvor nicht alles traf, war seine Bedeutung für das Team offensichtlich. Trainer Daniel Brinkmann hob hervor, dass Naderi ein „unglaublich wichtiger Spieler“ sei und selbst ohne Treffer ein „sehr gutes Spiel“ gemacht habe, Worte, die seine Rolle im System unterstreichen.
Transfergerüchte bleiben Thema – Hansa will Ziele nicht gefährden
Der 22-jährige Dresdner ist seit Wochen eine der heißesten Personalien der Liga3. Klubs aus höheren Spielklassen wie 1. FC Heidenheim, SC Paderborn 07 oder 1. FC Kaiserslautern sollen angeklopft haben. Sportdirektor Amir Shapourzadeh machte jedoch deutlich, dass man die eigenen „Saisonziele nicht gefährden“ wolle und man „spät in der Transferperiode“ sei. Stand jetzt plane Hansa klar mit Naderi, der sich laut Vereinsführung in Rostock sehr wohlfühlt. Ganz ausschließen wollte man im Fußball allerdings nichts, ein Wechsel wäre nur bei einem außergewöhnlichen Angebot denkbar.
Zwei Torschützen tragen die Offensive
Ein Blick auf die jüngsten Spiele zeigt: Die letzten vier Hansa-Tore gehen auf genau zwei Spieler zurück. Neben Naderi traf auch Jonas Dirkner doppelt. Dieses Duo sorgt derzeit für die nötige Durchschlagskraft im Angriff und ist ein zentraler Faktor für den erfolgreichen Rückrundenstart.
Saisonbestwert: Rang vier und Blick nach oben
Mit Platz vier erreicht Hansa aktuell die beste Tabellenposition der laufenden Saison in der dritten Liga. Kurzzeitig schnupperten die Rostocker sogar an der direkten Aufstiegszone, ehe der MSV Duisburg nachlegte. Dennoch ist der Trend klar positiv, das von Brinkmann angekündigte „Klettern“ hat begonnen. Vom Wort Aufstieg will der Trainer weiterhin nichts wissen, spricht aber davon, dass „jeder weiß, wovon“ er rede und man den Weg konsequent fortsetzen wolle.
Ausblick: Schwierige Aufgabe in Mannheim
Als Nächstes wartet das erste Auswärtsspiel der Rückrunde. Am Sonntag gastiert Hansa beim SV Waldhof Mannheim, eine richtungsweisende Partie, um den Platz in der Spitzengruppe der Liga3 zu festigen.
