Start News Mutiger Auftritt ohne Punktgewinn: TSV Havelse unterliegt in Essen

Mutiger Auftritt ohne Punktgewinn: TSV Havelse unterliegt in Essen

Der TSV Havelse hat bei Rot-Weiss Essen lange dagegengehalten, mutig agiert und immer wieder Akzente gesetzt. Am Ende reichte der beherzte Auftritt jedoch nicht, weil die Gastgeber ihre Chancen konsequent nutzten und vor allem ein Angreifer den Unterschied machte.

Mutiger Beginn gegen den Favoriten

Die Ausgangslage vor dem Spiel schien eindeutig. Auf der einen Seite ein Aufstiegskandidat, auf der anderen ein Team aus dem Tabellenkeller. Doch wer den TSV Havelse in den vergangenen Wochen gesehen hatte, wusste, dass sich die Niedersachsen längst nicht mehr kampflos ergeben. Auch im Stadion an der Hafenstraße trat Havelse selbstbewusst auf, presste früh und suchte den Weg nach vorn.

Essen brauchte spürbar Zeit, um Ordnung ins eigene Spiel zu bekommen. Erst nachdem sich die Gastgeber besser auf das flinke Umschaltspiel der Gäste eingestellt hatten, verlagerte sich das Geschehen zunehmend in Richtung Havelser Strafraum.

Keeper Opitz hält Havelse im Spiel

Das Spiel nahm früh Fahrt auf. Chancen entstanden auf beiden Seiten, die Intensität war hoch. Havelse durfte sich dabei mehrfach bei Torhüter Tom Opitz bedanken, der mit starken Reflexen gleich zwei klare Möglichkeiten vereitelte und seine Mannschaft zunächst im Spiel hielt.

Doch irgendwann war auch er machtlos. Essens Mittelstürmer Marek Janssen nutzte eine Ecke zur Führung und legte wenig später nach, als er nach einem schnellen Angriff cool blieb und zum zweiten Mal traf.

Rexhepis Freistoß als Hoffnungsschimmer

Havelse reagierte nicht geschockt, sondern suchte weiter den Weg nach vorne. Kurz vor der Pause belohnte sich der TSV für seinen Aufwand. Arlind Rexhepi zirkelte einen Freistoß sehenswert in den Winkel und verkürzte auf 1:2. Der Treffer wirkte wie ein zusätzlicher Energieschub für die Gäste.

Janssen entscheidet die Partie

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Havelse aktiv und mutig. Doch erneut war es Janssen, der zuschlug. Mit seinem dritten Treffer nahm er dem Spiel früh in der zweiten Halbzeit die letzte offene Richtung. Der Angreifer, zuletzt noch intern kritisiert, rechtfertigte seine Startelf-Nominierung eindrucksvoll.

Kurz darauf kam es zur nächsten Wendung. Essens Jannik Hofmann sah nach einem harten Einsteigen die Rote Karte. Die Entscheidung war umstritten und gab Havelse noch einmal Hoffnung.

Einsatz bis zum Schluss ohne Ertrag

In Überzahl warf der TSV alles nach vorne, blieb engagiert und suchte weiter den Anschluss. Doch statt des zweiten Havelser Treffers fiel das vierte Tor für Essen durch Torben Müsel, dessen abgefälschter Schuss nicht zu halten war. Spätestens damit war die Entscheidung gefallen. Bitter wurde es dennoch. Rexhepi traf kurz vor Schluss nur die Latte, zudem sah Semi Belkahia noch die Gelb-Rote Karte.

Unterm Strich stand eine deutliche Niederlage auf der Anzeigetafel, die den tatsächlichen Verlauf nur bedingt widerspiegelte. Havelse zeigte über weite Strecken, dass es spielerisch mithalten kann. Diese Erkenntnis dürfte wichtiger sein als das Ergebnis und könnte im Abstiegskampf noch von Bedeutung werden.

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