Start Vereine MSV Duisburg Dotchev trifft auf alten Arbeitgeber: SSV Ulm fordert Spitzenreiter MSV Duisburg

Dotchev trifft auf alten Arbeitgeber: SSV Ulm fordert Spitzenreiter MSV Duisburg

Wenn Pavel Dotchev am Sonntagmittag im Donaustadion an der Seitenlinie steht, ist das mit viel Vergangenheit verbunden. Der erfahrene Fußballlehrer trifft mit neuem Selbstvertrauen auf den Spitzenreiter aus Duisburg.

Alte Verbundenheit, neue Aufgabe

Für Pavel Dotchev sind solche Momente nichts Ungewöhnliches. Kaum ein Trainer der 3. Liga hat eine ähnlich lange Liste an Stationen vorzuweisen. Dennoch gibt es Vereine, zu denen das Verhältnis besonders ist. Zuletzt war das beim Gastspiel seines aktuellen Teams in Aue zu spüren, als eine kleine Geste vor der Trainerbank große Wirkung zeigte. Dotchev hielt den Moment mit dem Handy fest und sprach später von echter Wertschätzung, die ihn sichtbar berührte.

Nun richtet sich sein Blick auf den nächsten ehemaligen Arbeitgeber. Am Sonntag trifft der SSV Ulm 1846 auf den MSV Duisburg, der als Tabellenführer in das Duell geht. Dotchevs Zeit bei den Zebras war kurz, hinterließ bei ihm aber bleibenden Eindruck. Schon damals hatte er betont, wie gerne er in Duisburg langfristig etwas aufgebaut hätte.

Ulmer Suche nach Stabilität

Als Dotchev im Spätherbst in Ulm übernahm, war die Lage kompliziert. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga herrschte Unruhe, Trainerwechsel prägten die Anfangsphase der Saison. Der Verein setzte schließlich auf Erfahrung und Klarheit an der Seitenlinie. Die erhoffte Konstanz ließ jedoch zunächst auf sich warten. Niederlagen wechselten sich mit vereinzelten Erfolgserlebnissen ab, eine echte Serie blieb aus.

Trotzdem ist die Stimmung vor dem Heimspiel positiver als noch vor wenigen Wochen. Der deutliche Auswärtssieg in Aue wirkte wie ein Befreiungsschlag. Dotchev nahm nicht nur drei Punkte mit, sondern auch das Gefühl, dass seine Mannschaft Schritte nach vorne macht.

Bekannte Gesichter auf beiden Seiten

Für zusätzliche Brisanz sorgen mehrere Spieler mit Duisburger Vergangenheit. Mirnes Pepic, der in Ulm inzwischen eine zentrale Rolle einnimmt, traf zuletzt selbst und kennt den MSV aus eigener Erfahrung. Auch Niklas Kölle, einst Teil des Duisburger Kaders, hat sich nach schwierigen Monaten in Ulm etabliert und gehört mittlerweile zu den festen Größen.

Die Zebras wiederum erinnern sich gerne an das Hinspiel. Damals setzte sich Duisburg trotz Unterzahl spät durch und bewies jene Widerstandsfähigkeit, die das Team auch in dieser Saison auszeichnet.

Ein Wiedersehen mit Bedeutung

Wenn der Ball am Sonntag rollt, geht es um mehr als nur Punkte. Für Dotchev ist es ein weiteres Kapitel in einer langen Trainerlaufbahn, für Ulm die Chance, den Aufwärtstrend zu bestätigen. Duisburg hingegen will seine Spitzenposition untermauern. Die Vergangenheit spielt mit, entscheiden wird aber, wer im Moment den klareren Plan verfolgt.

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