Nach dem klaren Auswärtssieg herrschte Aufbruchstimmung bei den Löwen. Doch nur wenige Tage vor dem nächsten Heimauftritt mischen sich in die Euphorie neue Sorgen. Trainer Markus Kauczinski muss einmal mehr um mehrere angeschlagene Spieler bangen.
Rückenwind nach dem Kantersieg
Der überzeugende Erfolg beim TSV Havelse hatte Spuren hinterlassen, allerdings ausschließlich positive. Selbstbewusstsein, Spielfreude, Effizienz, all das war spürbar im Training zu Wochenbeginn. Die Mannschaft wirkte gelöst, die Abläufe griffen, die Intensität stimmte. Ein Auftritt, der Lust auf mehr machte.
Doch im Profifußball kann sich die Lage schnell drehen. Während die Erinnerungen an das torreiche Gastspiel noch frisch sind, rückt das Heimspiel gegen Hansa Rostock bereits in den Fokus, und mit ihm die Frage nach der personellen Besetzung.
Neue Ausfälle überschatten die Vorbereitung
Ausgerechnet in einer Phase, in der Stabilität gefragt wäre, gerät der Kader erneut ins Wanken. Nachdem zu Wochenbeginn bereits ein Spieler mit Beinproblemen vorzeitig vom Trainingsplatz musste, erwischte es kurz darauf einen weiteren Offensivakteur. Auch er beendete die Einheit angeschlagen und verschwand direkt in der Kabine. Jacobsen und Schifferl absolvierten Teile der Woche nur im Individualprogramm, was zumindest eine vorsichtige Hoffnung auf einen Einsatz am Wochenende offenlässt. Ob es für sie reicht, entscheidet sich wohl erst kurzfristig.
Für zusätzliche Ungewissheit sorgt das Fehlen von Dähne im Tor, der noch am Vortag regulär trainiert hatte. Warum er zuletzt nicht auf dem Platz stand, blieb zunächst offen. Eine offizielle Erklärung gibt es bislang nicht.
Comeback-Chancen und neue Optionen
Trotz der angespannten Personalsituation gibt es auch positive Nachrichten. Mit Niederlechner und Volland kehren zwei Offensivkräfte nach abgesessener Sperre in den Spieltagskader zurück und erweitern die Möglichkeiten im Angriff deutlich. Im Sturm scheint Haugen nach seinem starken Auftritt zuletzt gesetzt zu sein. Mit Tempo, Präsenz und Abschlussstärke hatte er dem Team wichtige Impulse gegeben und dürfte sich damit einen Startelfeinsatz verdient haben.
Auch der Kapitän Verlaat sendete ein wichtiges Signal. Er absolvierte die jüngsten Trainingseinheiten ohne Einschränkungen und präsentierte sich belastbar. Seine Rückkehr in Bestform wäre nicht nur sportlich, sondern auch mental ein Gewinn für die Mannschaft.
Zwischen Zuversicht und Fragezeichen
Die Ausgangslage vor dem Duell mit Rostock bleibt damit zweigeteilt. Auf der einen Seite stehen Selbstvertrauen und offensive Alternativen, auf der anderen Seite medizinische Fragezeichen und die Ungewissheit, wer tatsächlich rechtzeitig fit wird. Die kommenden Tage werden entscheidend sein. Vieles spricht dafür, dass sich das Aufgebot erst kurzfristig finalisiert. Klar ist jedoch schon jetzt, dass die Löwen trotz aller Widrigkeiten mit breiter Brust ins Heimspiel gehen wollen.
Am Ende könnte gerade diese Mischung aus personeller Herausforderung und neu gewonnener Dynamik zum Prüfstein werden. Die Antwort darauf gibt es auf dem Platz.
