Mittwoch, Februar 25, 2026
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Streit um Kapazität am Grünwalder: CSU fordert bundesligataugliche Lösung

Das Grünwalder Stadion ist mitten im Wahlkampf angekommen, und die CSU München legt sich klar fest: Sie will eine größere Lösung, als es die Stadtverwaltung bislang für möglich hält. Im Kern geht es um die Frage, ob der Traditionsort an der Grünwalder Straße perspektivisch bundesligatauglich werden kann, ohne die Nachbarschaft über Gebühr zu belasten.

CSU setzt auf Ausbau mit Blick Richtung Bundesliga

Die CSU München spricht sich dafür aus, das Stadion so weiterzuentwickeln, dass dort deutlich mehr Menschen Platz finden könnten. Nach Vorstellung der Partei soll ein Ausbau in Richtung einer Kapazität von rund 25.000 Zuschauern möglich werden, ausdrücklich mit dem Ziel, die Anlage bundesligatauglich zu machen. Dabei setzt die CSU auf eine enge Zusammenarbeit mit dem TSV 1860 München.

Stadt sieht Grenzen, 1860 lässt prüfen

Hintergrund der Forderung ist ein Konflikt zwischen politischem Wunsch und behördlicher Einschätzung. Die Stadtverwaltung habe aus baurechtlichen sowie immissionsschutzrechtlichen Gründen bislang nur eine deutlich niedrigere Obergrenze bestätigt, die eher im Bereich von etwa 18.000 Zuschauern liege. Weil diese Einschätzung den Ausbauplänen Grenzen setzt, hat der TSV 1860 München nach CSU-Angaben eine Machbarkeitsstudie beauftragt, die prüfen soll, ob ein größerer Umbau unter den Rahmenbedingungen überhaupt realistisch ist.

Anwohner sollen geschützt werden, Lärm ist ein Schlüsselthema

Zugleich betont die CSU, dass ein Umbau nicht gegen das Viertel geplant werden dürfe. Die Interessen der Anwohner müssten in der Bauplanung berücksichtigt werden. Als Argument verweist die Partei darauf, dass der bisherige städtische Sanierungsbeschluss bereits Maßnahmen enthalte, die die Lärmbelastung reduzieren sollen. Konkret geht es um den Ausbau der Stadionecken, der nach CSU-Lesart dazu beitragen könne, die Geräuschkulisse spürbar zu dämpfen.

Erbpachtvertrag als langfristiges Fundament

Für die Zukunft des Stadions sieht die CSU einen längerfristigen Erbpachtvertrag mit dem TSV 1860 München als zentrale Lösung. Ein solcher Vertrag könne Planungssicherheit schaffen, sowohl für den Verein als auch für die Stadt. Gleichzeitig will die CSU darin Regeln verankern, wie das Stadion auch außerhalb der Heimspiele genutzt werden kann, etwa durch Amateur- oder Jugendteams, gegen eine aus CSU-Sicht angemessene Miete.

Finanzierung bleibt die entscheidende Hürde

Ob die Pläne am Ende Wirklichkeit werden, hängt für die CSU ausdrücklich am Geld. In der Verantwortung sieht die Partei dabei mehrere Seiten: den Verein, der gemeinsam mit Werbepartnern und Sponsoren gefordert sei, ebenso wie die Stadt als Eigentümer. Aus CSU-Perspektive gehört auch dazu, dass München das Stadion ohnehin umbauen und sanieren wollte, was die Debatte um Zuständigkeiten und Anteile an den Kosten zusätzlich auflädt.

Am Ende zeichnet die CSU damit ein Szenario, das den Spielort an der Grünwalder Straße als dauerhaftes, modernisiertes Stadion etablieren soll, mit größerem Fassungsvermögen und klaren Regeln für Lärmschutz, Nutzung und Finanzierung. Ob das politisch durchsetzbar ist und ob die rechtlichen Vorgaben das hergeben, wird sich in den kommenden Monaten an Gutachten, Planungsdetails und vor allem an der Frage entscheiden, wer welchen Teil der Rechnung übernimmt.

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