Die Aufstiegsfrage in Bayern ist entschieden, zumindest was den Teilnehmer an der Relegation betrifft. Nach dem Verzicht der SpVgg Unterhaching rückt der FC Würzburger Kickers in den Mittelpunkt und darf weiter vom Sprung in die 3. Liga träumen. Ganz ohne Terminfragezeichen kommt das Duell allerdings nicht aus.
Würzburg bekommt seine Chance auf die 3. Liga
Der bayerische Vertreter für die Aufstiegsspiele zur 3. Liga steht fest: Der FC Würzburger Kickers wird die Regionalliga Bayern in der Relegation vertreten. Möglich wurde das, weil die SpVgg Unterhaching trotz eines gestellten Lizenzantrags inzwischen erklärt hat, nicht in die 3. Liga aufsteigen zu wollen.
Damit fällt die sportliche und organisatorische Rolle an Würzburg. Für die Kickers bedeutet das eine zusätzliche Bühne am Saisonende, verbunden mit der Chance, sich über zwei Entscheidungsspiele für den Profifußball zu empfehlen.
Totopokalfinale sorgt für leichte Verschiebung
Ganz reibungslos lässt sich der Relegationskalender allerdings nicht abwickeln. Da Würzburg zusätzlich im Finale des Bayerischen Totopokals steht, werden die Aufstiegsspiele zur 3. Liga etwas später ausgetragen als ursprünglich im regulären Ablauf denkbar. Geplant ist zunächst ein Auswärtsspiel beim Meister der Regionalliga Nordost. Das Rückspiel soll anschließend in Würzburg stattfinden. Die genauen Anstoßzeiten sind noch nicht festgelegt.
Zwei Spiele, ein Ziel
In der Relegation zählt am Ende nur das Gesamtergebnis aus Hin- und Rückspiel. Der Sieger dieses Duells erhält den Startplatz in der 3. Liga für die kommende Saison. Für die Kickers geht es damit nicht nur um zwei zusätzliche Partien, sondern um eine sportliche Weichenstellung mit großer Tragweite.
Vorgesehen ist aktuell folgendes Modell:
Das Hinspiel soll beim Meister der Regionalliga Nordost stattfinden. Als Termin ist ein Mittwoch Ende Mai vorgesehen. Wenige Tage später soll das Rückspiel in Würzburg ausgetragen werden. Sollte Lok Leipzig die Meisterschaft in der Regionalliga Nordost gewinnen, könnte der erste Termin allerdings noch einmal ins Wanken geraten. Der Grund liegt nicht im Fußballkalender der Regionalliga selbst, sondern in einer möglichen Überschneidung mit einem internationalen Großereignis in Leipzig. Am selben Abend ist dort das Finale der UEFA Conference League angesetzt. Zwei derart große Veranstaltungen parallel in einer Stadt durchzuführen, wäre organisatorisch schwierig.
Bayern bleibt auch künftig in der Relegation
Für die Regionalliga Bayern ist die Relegation kein einmaliges Thema. Auch in der folgenden Spielzeit wird der bayerische Meister wieder nicht automatisch aufsteigen, sondern muss erneut über Entscheidungsspiele gehen. Dann wartet der Vertreter aus der Regionalliga Nord. Für Würzburg aber zählt zunächst nur der aktuelle Anlauf. Nach einer Saison voller enger Entscheidungen eröffnet sich am Ende noch einmal eine klare Perspektive. Zwei Spiele entscheiden darüber, ob aus der Hoffnung auf die Rückkehr in die 3. Liga tatsächlich ein Aufstieg wird.
