Fortuna Düsseldorf setzt im Tor auf einen Neuanfang mit klarer Ansage. Mit Lasse Rieß holen die Rheinländer einen Keeper, der nicht nur Erfahrung aus Mainz mitbringt, sondern auch exakt in das Profil passt, das der Klub für die kommende Saison sucht. Die Rückennummer 1 unterstreicht sofort, welche Bedeutung dieser Wechsel für den Kaderumbau hat.
Ein Torwart für den neuen Kurs
Fortuna Düsseldorf hat sich für die Spielzeit 2026/27 auf der Torhüterposition verstärkt und Lasse Rieß vom 1. FSV Mainz 05 ausgeliehen. Der 24-Jährige kommt für ein Jahr aus der Bundesliga nach Flingern und soll beim Zweitligisten eine zentrale Rolle übernehmen. Dass der Neuzugang direkt die Nummer 1 erhält, ist mehr als eine Randnotiz. Es ist ein Signal. Düsseldorf traut Rieß zu, im neuen Gefüge schnell Verantwortung zu übernehmen und dem Team auf einer Schlüsselposition Stabilität zu geben.
In Mainz gereift, jetzt bereit für den nächsten Schritt
Rieß kennt den Profifußball längst, auch wenn seine Karriere bislang stark mit Mainz verbunden war. Schon 2012 schloss er sich dem Nachwuchs der Rheinhessen an, durchlief dort sämtliche Jugendteams und arbeitete sich Schritt für Schritt bis in den Profibereich vor. Besonders prägend waren seine Einsätze für die U23. 78 Partien in der Regionalliga Südwest belegen, dass Rieß über Jahre hinweg Spielpraxis auf konstantem Niveau gesammelt hat. Dazu kommen bereits sechs Einsätze in der Bundesliga sowie ein Auftritt in der UEFA Conference League. Für Fortuna ist genau diese Mischung interessant. Ausbildung auf hohem Niveau, gepaart mit ersten Erfahrungen auf der großen Bühne.
Fortuna sieht das passende Profil
Sportvorstand Samir Arabi machte deutlich, warum sich der Klub für Rieß entschieden hat. Der Torhüter stehe für ein „modernes Torwartspiel“ und passe mit seinen Qualitäten sehr gut zur Düsseldorfer Spielidee. Zugleich verwies Arabi auf die Erfahrungen, die Rieß in Mainz bereits auf Bundesliga-Niveau sammeln konnte.
Zwischen den Zeilen wird klar, was Fortuna in ihm sieht. Keinen reinen Perspektivspieler, sondern einen Schlussmann, der das Potenzial mitbringt, schon in der kommenden Saison eine „tragende Rolle“ einzunehmen. Der Klub sucht nicht nur Besetzung, sondern Wirkung.
Rieß will Teil des Umbruchs sein
Auch der Torhüter selbst beschreibt seinen Wechsel nicht als gewöhnliche Leihstation. Er spreche von großer Vorfreude, von neuen Menschen, einem neuen System und einer anderen Spielweise. Vor allem aber betont Rieß, dass er Teil dieses „Umbruchs“ und der „spannenden Aufgabe“ in Düsseldorf sein wolle. Das klingt nach Aufbruch und nach Ehrgeiz. Rieß kündigte an, dafür „jeden Tag alles“ investieren zu wollen. Eine Aussage, die gut zu einem Wechsel passt, der für beide Seiten mehr sein soll als eine Übergangslösung auf Zeit.
Mehr als nur eine Personalie
Mit der Verpflichtung von Lasse Rieß reagiert Fortuna nicht nur auf den Bedarf im Kader, sondern setzt zugleich ein sportliches Zeichen für die neue Saison. Der Verein holt einen Torwart, der aus einem Bundesligasystem kommt, professionell ausgebildet wurde und nun in Düsseldorf den nächsten Karriereschritt gehen will. Ob daraus schnell sportliche Sicherheit wird, entscheidet sich auf dem Platz. Die Voraussetzungen für eine spannende Konstellation sind jedoch geschaffen.
